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Zwischenruf: Der große Prediger

Ron Sommer ist ein Prediger. Unerschüttert im Glauben an sich und seine Strategie legte der Chef der Deutschen Telekom heute auf der Halbjahrespressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit seine Sicht der Dinge dar. Eine Sicht, die ganz von Logik und Zahlen bestimmt ist.

Auf ein "wenn" folgt ein "dann", auf eine Ursache immer eine genau kalkulierbare Wirkung. Mögen psychologische Faktoren noch so starke Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, die Telekom wird dadurch nicht von ihrem Weg abkommen. Alles entwickelt sich wie geplant.

Und so versprach Sommer seinen Aktionären heute: "Wir werden stärker wachsen als der Markt." Das mag aus der Prognoserechnung des Konzerns ableitbar sein. Doch seine Ankündigung, dass bis zum nächsten Bilanztermin im Frühjahr 2002 auch die Aktie das Schlimmste überstanden haben werde, entbehrt der bis dahin streng eingehaltenen Logik. Hier hilft nur der Glaube an den großen Prediger Ron Sommer.

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