Zwischenruf
Deutsche Telekom: Wahlkampf-Episode

Das Urteil ist eindeutig: Den Anlegern ist Ron Sommer an der Spitze der Deutschen Telekom lieber als deren bisher als Gegenkandidat gehandelter Technik-Vorstand Gerd Tenzer.

slo DÜSSELDORF. Zumindest reagierten sie gestern auf das Hickhack um den Telekom-Chefsessel mit der Order: T-Aktien verkaufen. Für die knapp drei Millionen Telekom-Kleinaktionäre waren damit die bescheidenen Kursgewinne der vergangenen Woche rasch wieder weg. Wie schnell sich der Aktienkurs nun wieder erholt, ist völlig offen.

Denn ein wirkliches Ende des Sommer-Theaters ist bis auf weiteres nicht in Sicht. Auf der heutigen Aufsichtsrats-Sitzung werde man sich erst einmal auf den Aufsichtsrats-Chef einschießen, bevor man weitere Entscheidungen treffe, verlautete gestern aus dem Umfeld des Kontrollgremiums.

Als Buhmann steht der Aufsichtsrats-Vorsitzende Hans-Dietrich Winkhaus schon länger da. Schließlich ist er - handwerklich sehr ungeschickt für einen Aufsichtsratsvorsitzenden - von Sommer abgerückt, ohne einen geeigneten Nachfolger präsentieren zu können. Doch selbst, wenn Winkhaus dem Druck nachgibt und sein Amt niederlegt: Die Blamage der Bundesregierung, die das ganze Sommer-Theater schließlich losgetreten hat, kann er auch mit seinem Rücktritt nicht mehr vermeiden. Er wäre nur ein weiterer Verlierer in dieser Wahlkampf-Episode.

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