Zwischenruf: Gefährliches Hüsteln

Archiv
Zwischenruf: Gefährliches Hüsteln

som DÜSELDORF. John Chambers beherrscht seine Rolle perfekt. Um Prognosen gebeten, wie jüngst auf der Technologie-Konferenz von Salomon Smith Barney, wird er nie konkret. Er darf es auch gar nicht. Denn treffen die Vorhersagen später nicht exakt ein, drohen den Börsen schwere Turbulenzen. Grund ist, dass der Netzwerkriese wie kein anderes Unternehmen den Aufstieg und die Krise der New Economy widerspiegelt.

Gigantischen Wachstumszahlen standen noch gigantischere Kursgewinne gegenüber - Umsatz- und Ertragseinbrüchen der folgende Crash. Ähnlich wie Finanzakteure jedes Wort, ja sogar Hüsteln des US-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan auf die Goldwaage legen und sich entsprechend an den Märkten positionieren, betätigen sich Technologie-Anhänger auch bei Chambers als Seismografen. Getreu dem Motto: Wie es Cisco geht, wird es allen anderen auch ergehen.

Aktionäre müssen sich deshalb auf immer vagere und schwammigere Prognosen des kalifornischen Internet-Spezialisten einstellen. Wenigstens sind die hinterher kaum zu verfehlen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%