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Zwischenruf: Keine Kultfigur

Kaum ein Mensch zieht die Finanzwelt so in seinen Bann wie Alan Greenspan. Heute gibt der US-Notenbank-Chef seine Einschätzung zur amerikanischen Wirtschaft ab. Und seit Wochen hoffen Aktionäre auf eine Bestätigung dafür, dass der 75-Jährige noch einmal die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt senken wird.

Solche Hoffnungen hat sein europäischer Kollege Wim Duisenberg schon des öfteren enttäuscht. Auch morgen, bei der turnusmäßigen EZB-Sitzung, ist kaum mit einer Zinssenkung zu rechnen. Duisenberg macht keine Zinspolitik zugunsten von Aktionären. Eine Kultfigur wie Alan Greenspan kann der knorrige Niederländer auf diese Weise nicht werden. Aber das will er wohl auch nicht. Vielmehr muss er mit der EZB das Ziel verfolgen, die Währung und damit den Euro zu sichern. Folglich wäre Duisenbergs Mission fürs Erste erfüllt, wenn der Euro sein vielfach zitiertes Potenzial nach oben endlich ausschöpfen würde.

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