ZWISCHENRUF
Kommentar: Diplomatie auf Amerikanisch

Das heutige Gespräch zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und US-Außenminister Colin Powell hat sechs Minuten länger gedauert als geplant - immerhin.

Offenbar gab es eine aufrichtige Gesprächsbereitschaft der beiden Partner. Das lässt hoffen, dass sich die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA rasch normalisieren werden. Schröder ist mit seiner Befürwortung einer Aufhebung der Irak-Sanktionen auf die Amerikaner zugegangen und freute sich über den offenen Meinungsaustausch. Und Powell betonte, dass Deutschland und die USA Freunde seien. Jedoch nicht ohne zu erwähnen, wie groß die Differenzen gewesen sind, wie wenig die deutsche Regierung kooperiert habe und dass man dies nicht ignorieren werde. In der Versöhnungsphase macht der große Bruder wieder Druck und übt sich im Fordern, weniger in der Diplomatie. Und dem Kanzler bleibt nicht viel mehr, als darauf einzugehen und Zugeständnisse zu machen.

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