Zwischenruf: Kommentar: Kimble flieht nicht mehr

Zwischenruf
Kommentar: Kimble flieht nicht mehr

Gern prahlte er mit der Luxusyacht vor karibischer Palmenkulisse - jetzt sitzt Kim Schmitz da, wo er mutmaßlich hingehört - im Münchener Untersuchungsgefängnis.

Gern prahlte er mit der Luxusyacht vor karibischer Palmenkulisse, genoss sichtlich die Begleitung durch ein leicht bekleidetes Mädchen mit dem fragwürdigen Beinamen Teppich-Luder. Jetzt sitzt Kim Schmitz da, wo er mutmaßlich hingehört - im Münchener Untersuchungsgefängnis. Schmitz alias Dr. Kimble steht für alles, was die New Economy in Verruf gebracht hat: Größenwahn, Überheblichkeit, Nichtsnutzigkeit, ökonomische Unvernunft. Den gescheiterten Internet-Rabatthändler Letsbuyit versprach er zu retten - gerettet hat er aber allenfalls seine Finanzlage. Seine Geltungssucht gipfelte darin, dass er ein Millionenkopfgeld auf Osama bin Laden aussetzte. Die verbliebenen Reste der Internet-Wirtschaft schütteln mit dem Kopf - und sollten sich doch selbstkritisch fragen, wie ein Tunichtgut vom Format eines Kim Schmitz so lange in ihren Kreisen gesellschaftsfähig sein konnte.

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