Zwischenruf: Problem-Lösung

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Zwischenruf: Problem-Lösung

kk DÜSSELDORF. Auch die Amerikaner benutzen das deutsche Wort "Schadenfreude". Und die könnte der Chef der US-Warenhauskette Wal-Mart, Lee Scott, dessen Unternehmen gerade zum umsatzstärksten der Welt geworden ist, derzeit gegenüber seinem Konkurrenten K-Mart verspüren. Denn der musste jüngst - nicht zuletzt wegen der starken Konkurrenz von Wal-Mart - Gläubigerschutz beantragen. Nun kann Scott die Marktanteile von K-Mart aufsammeln, der sich dazu gezwungen sieht, hunderte von Läden zu schließen.

Auch davon könnte Wal-Mart doppelt profitieren: Der Riese kann nicht nur die einstigen K-Mart-Kunden in die eigenen Läden locken. Er kann ihnen sogar mehr Geld abnehmen als zuvor: Wo keine Konkurrenz mehr droht, könnte selbst der Billiganbieter Wal-Mart versucht sein, seine Preise wieder anzuheben. Denn mangels Konkurrenz können die Kunden nicht abwandern. Die Preiserhöhungen würden gleich ein weiteres Problem lösen: Wal-Mart könnte damit die Gewinne steigern, die derzeit langsamer wachsen als die Umsätze.

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