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Zwischenruf: Reif für den Oscar?

Während sich die Filmbranche in den USA ausgelassen feiert und die Medien beherrscht, schickt sich auch in Deutschland eine Interessengemeinschaft an, für ausgereifte Schauspielkunst belohnt zu werden. Die einen wollen den Oscar, die anderen die politische Macht.

DÜSSELDORF. Dass offenbar allein der begehrte Filmpreis zu Höchstleistungen anspornt, das hat die Union aus CDU und CDU bewiesen. Denn was die Bühne im Bundesrat am Freitag bot, hatte zwar Premierencharakter mit hohem Unterhaltungswert. Doch die Uraufführung mit dem Titel "Eklat im Bundesrat" geriet den Regisseuren aus dem Drehbuch.

Vor allem der Mann, der gern auch schon als brutalstmöglicher Aufklärer durchs Land reiste, kochte über und überzog seine schauspielerischen Fähigkeiten bis zur Groteske. Dem Publikum blieb nur die Frage, wer in dem ganzen Ensemble denn nun die Hauptrolle hat. Endgültig verspielt hat die Truppe aber heute. Es wurde bekannt, dass die Rollen bereits am Abend vorher verteilt waren. Also genug Zeit zum Üben, sollte man meinen. Dass die Laiendarsteller am Ende nur absurdes Theater spielten und bestenfalls Kandidaten für die goldene Himbeere sind, sollte den Unionisten zu denken geben. Aber keine Sorge: Auch mit Politik lässt sich Geld verdienen.

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