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Zwischenruf: Schlechtes Timing beim Tabakriesen

Der Countdown läuft. Am Dienstag wird es wohl so weit sein: Kraft, die Lebensmitteltochter des Tabakriesen Philip Morris, geht an die Börse. Damit werden endlich die Lebensmittel von den Zigaretten getrennt: Das Gesunde vom Ungesunden. Ärgerlich nur, dass gerade in der Woche vor dem Börsengang die Konzernmutter eine Niederlage vor einem kalifornischen Gericht einstecken muss - in Sachen Nikotin. Hatten doch Marktbeobachter die Gefahr, die aus den Gerichtssälen drohte, schon längst gebannt gesehen. Eine neue Regierung, die jüngsten Gerichtsentscheidungen - alles deutete darauf hin, dass der Druck auf die Tabakkonzerne nachlässt. Und damit auch auf Kraft. Kritiker des Börsengangs befürchten, dass Philip Morris bei hohen Schadenersatzforderungen dazu gezwungen sein könnte, seine Kraft-Aktien zu verkaufen. Aber noch gibt es keinen Grund, in Panik auszubrechen. Denn noch gibt es viele Instanzen. Die Kraft-Mayonnaise, die Milka-Schokolade und die Ritz-Cracker haben noch keine Nikotinflecken. Ob sie aber gesund sind?

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