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Zwischenruf: Schröder ohne Alternative

Natürlich kann sich Bundeskanzler Schröder eigentlich keinen weiteren Ministerverlust ein Jahr vor der Bundestagswahl leisten. Doch selten hat sich der Rückzug eines Kabinettsmitglieds geradezu so aufgedrängt wie im Fall Scharping. Der Verteidigungsminister hat bei den eigenen Parteifreunden - bisher seine stärkste Basis auch Schröder gegenüber - so sehr an Rückhalt verloren, dass kaum vorstellbar ist, wie er sich auf Dauer auch für eine mögliche zweite Amtszeit behaupten könnte.

Schröders Problem ist, dass er eigentlich auch gleich weitere Auswechslungen vornehmen müsste, etwa im Gesundheitsressort. Doch das würde vor den wichtigen Landtagswahlen in Hamburg und Berlin wie ein Rückfall in die Chaos-Zeiten des Beginns von Rot-Grün aussehen. Also wird es wohl nur eine kleine Lösung geben - gut für die Lösung der Wirtschaftsprobleme im Jahr vor der Bundestagswahl ist das nicht.

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