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Zwischenruf: Ungeeignete Sündenböcke

Das Softwarehaus Brokat steht vor dem Aus. Zwar weist der Vorstand auf Wachstums- und Gewinnaussichten hin. Doch kaum ein Aktionär wird noch daran glauben. Die Fakten sprechen dagegen. Das einstige Glanzstück des Neuen Markts ist überschuldet und hat Verluste in Höhe von 970 Millionen Euro angehäuft. Schon diese Tatsachen belegen minimale Sanierungschancen.

Zudem zeichnet sich kein Placet der Anleihegläubiger zum freiwilligen Forderungsverzicht ab. Es ist auch kaum zu erwarten. Denn etliche Gläubiger sind Institutionelle angelsächsischer Herkunft, denen ein Verzicht nach deutschem Muster offenbar fremd ist. Ihnen nun aber die Schuld an der drohenden Insolvenz zu zuschieben, wäre unfair. Dafür sind die jungen Vorstände des Softwareladens allein verantwortlich. Das viele Geld aus dem Börsengang und der Höhenflug der Aktie haben sie zur teuren Expansion in den USA verleitet. Und dazu, ein solides Management zu vergessen. brb

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