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Zwischenruf: Vertrauen auf Väterchen Zar

HB DÜSSELDORF. Nicht einmal drei Stunden Flug liegen zwischen Bulgarien und Deutschland. Und trotzdem gibt es kaum ein Land in Europa, das uns ferner liegt. Wir haben Bulgarien, anders als Polen oder Ungarn, nicht auf dem politischen Radarschirm. Daran wird sich auch nach den Wahlen vom Wochenende kaum etwas ändern. Die "Nationale Bewegung" des ehemaligen Zaren Simeon II wurde von vielen Bulgaren gerade deshalb gewählt, weil sie sich von ihm einen Wiederanschluss an Europa versprechen. Die liberale Zeitung "Cotidianul" schreibt heute, nach dem Wahlsieg Simeons bekomme das arme Land "mehr europäische Glaubwürdigkeit" und vielleicht "bedeutende finanzielle Unterstützung". In Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall: Mit ihren Vertrauen auf Väterchen Zar wirken die Bulgaren auf Westeuropa so fremd, dass die Skepsis gegenüber dem Land eher noch wachsen dürfte.

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