Zwischenruf von Josef Hofmann
Kommentar: Vom Drama zum Trauma

In erster Linie ist es ein menschliches Drama, was sich zurzeit in den Überschwemmungsgebieten abspielt. Dabei hat dieses Drama unwillkürlich eine starke ökonomische Dimension.

Natürlich werden die Folgen der Flut die Versicherungswirtschaft belasten, und beispielsweise der notleidenden Bauindustrie zu unerwarteten Aufträgen verhelfen. Doch unter dem Strich sind all das letztlich Einmaleffekte. Dass sich Katastrophen, die einen Ersatzbedarf nach sich ziehen, erst einmal positiv auf die wirtschaftlichen Kennziffern auswirken, mag zynisch klingen, ist deswegen aber nicht falsch. Doch weder Bund noch Länder oder Kommunen können aus dem Vollen schöpfen. Und eine Aufbruchstimmung werden selbst noch so üppig ausgestattete Hilfsprogramme gerade in Ostdeutschland kaum erzeugen. Sie können höchstens verhindern, dass das menschliche Drama für die betroffenen Regionen zum wirtschaftlichen Trauma wird.

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