Archiv
Zwischenruf: Zu lange geruht

rv DÜSSELDORF. Nach zahllosen Experimenten hat C & A den langen Abwärtstrend durchbrochen. Von 1991 bis 2000 sank der Umsatz der einstigen Nummer eins im deutschen Bekleidungseinzelhandel von 7,4 auf 5,3 Mrd. DM. Zu spät hatte der Mode-Trendsetter früherer Jahrzehnte erkannt, dass sich die Konsummuster in den 90ern drastisch verändert hatten und seine verstaubten, renovierungsbedürftigen Kaufhäuser am Zeitgeist - vor allem der Jugendlichen - vorbei gingen. Der erste Anlauf, junge Käufer einzufangen, schlug fehl - die Stammkundschaft fühlte sich durch den drastischen Kurswechsel verprellt. Die europaweite Zentralisierung des Einkaufs vereitelte zudem die modische Feinabstimmung auf zehn verschiedene Länder. Mit der Rückbesinnung auf die Stammkundschaft hat C & A vorerst wieder Tritt gefasst. An der Kernfrage, wie es die Jugendlichen erreichen will, die C & A mit "cheap and awful" übersetzen, kommt das Management aber nicht vorbei. Denn sie sind die Käufer der Zukunft, die beispielsweise in Hennes & Mauritz durchaus die preisgünstige Alternative sehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%