Zwischenstopp in Frankfurt
John Travolta im Cockpit auf Weltreise

Gut gelaunt packte der frisch und erholt wirkende 48-Jährige seine Deutschkenntnisse für das Frankfurter Flughafenpersonal aus: "Meine Damen und Herren, hier spricht ihr Kapitän John Travolta".

dpa/HB FRANKFURT/M. In fescher blauer Uniform tänzelt John Travolta die Gangway seiner Boeing 707 hinunter. Passend dazu stimmen junge Männer den Jazzstandard "Fly Me To The Moon" an. Bei strahlendem Sonnenschein landete der Star der Tanzfilme "Saturday Night Fever" und "Grease" am Donnerstag auf dem Frankfurter Flughafen - nachdem er die Boeing selbst von Paris an den Main geflogen hatte.

Der begeisterte Hobby-Pilot ist für die australische Fluggesellschaft Qantas unterwegs auf der "Spirit of Friendship Tour" und hat seit dem 1. Juli neun Flughäfen angeflogen, darunter Sydney, Hongkong, Tokio und Paris. 80 Stunden will er am Ende der Tour am Steuerknüppel verbracht und 65 000 Kilometer zurückgelegt haben. Ob er denn seine Schauspielkarriere aufgeben und Pilot werden wolle, fragt ihn ein Journalist. Travolta zeigt lachend auf seine Boeing: "Nein, dann könnte ich mir das nicht mehr leisten." Travolta, der auch eine zweimotorige Gulfstream II sein Eigen nennt, hat die ehemalige Qantas-Maschine vor vier Jahren gekauft. Für die Tour wurde sie in den Original-Farben aus den 60er Jahren gestrichen, die schmucke Uniform aus einem australischen Flugzeug- Museum geliehen. In der deutschen Bankenmetropole blieb Travolta nur ein paar Stunden - am Abend wollte er weiter nach London aufbrechen.

Nach eigener Aussage ist Travolta seit seiner Kindheit ein begeisterter Fan von Flugzeugen. Mit 16 nahm er die ersten Flugstunden, seinen Sohn taufte er "Jett", und derzeit baut er ein Haus in unmittelbarer Nähe eines Flughafens in den USA. "Ich liebe es, vom Wohnzimmer oder Badezimmer aus den Flugzeugen beim Start zuzuschauen", sagte Travolta. Der Lärm störe ihn nicht. Zuletzt hat der bekennende Anhänger der "Scientology"-Sekte den Pilotenschein für die Boeing 747, den Jumbo Jet, gemacht.

Mit der "Spirit of Friendship Tour" will Travolta den nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York und Washington angeschlagenen Flugverkehr unterstützen. Dass Flugzeuge als "Werkzeug der Zerstörung" missbraucht wurden, habe ihn tief getroffen, sagte Travolta.

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