Zwölf EU-Länder
Mehr Einwohner als USA, mehr Wirtschaftsmacht als Japan

Mit dem Euro werden zwölf EU-Länder zu einem der größten Wirtschaftsblöcke der Welt verschmolzen. Die EU-Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg hat interessante Rahmen-Daten zusammengetragen.

dpa-afx LUXEMBURG. Mit zusammen rund 303 Millionen Menschen haben die Länder der Währungsunion DIE MEISTEN EINWOHNER aller großen Wirtschaftsmächte: Die USA kommen im zu Ende gehenden Jahr auf rund 278 Millionen Menschen, in Japan leben knapp 127 Millionen. Die Euro-Zone stellt damit rund fünf Prozent oder ein Zwanzigstel der gesamten Weltbevölkerung von geschätzten gut 6,1 Milliarden Menschen.

Fast jeder sechste Euro-Land-Bewohner ist jünger als 15 Jahre. Sie dürften sich nach Einschätzung von Eurostat schon bald nicht mehr an die Ära von D-DM, Franc und Lira erinnern. Ebenfalls gut 16 Prozent sind 65 Jahre und älter - und haben die meiste Zeit ihres Lebens mit den alten Währungen verbracht. Bevölkerungsreichster Euro-Staat ist Deutschland, flächenmäßig größter Frankreich.

In der Euro-Zone wird fast ein Sechstel der WIRTSCHAFTSLEISTUNG rund um den Globus erbracht: Die Menschen erwirtschafteten im Jahr 2000 ein Brutto-Inlandsprodukt (BIP) von 6,553 Billionen Euro (12,817 Billionen DM) und damit mehr als die Japaner (5,145 Billionen Euro). Nur die USA brachten es mit umgerechnet 10,709 Billionen Euro auf eine höhere Wirtschaftsleistung. Gemessen am BIP pro Kopf zählt die Euro-Zone nach den USA und Japan zu den REICHSTEN REGIONEN der Welt.

Bei den Vorlieben unterscheiden sich die Menschen in Euro-Land teils deutlich von den Bewohnern der anderen großen Wirtschaftsmächte: So gab es hier im Dezember 2000 durchschnittlich 62 MOBILTELEFONE auf 100 Einwohner, in Japan 53 und in den USA 37. Mit COMPUTERN sind die US-Haushalte dagegen deutlich besser ausgestattet: 59 von 100 Einwohnern hatten einen PC, in der Euro-Zone waren es nur 27 Prozent. Auch ins KINO zieht es die Amerikaner häufiger: 5,4 Kino-Karten pro Einwohner meldeten die USA für 1999 - in Europa waren es nur 2,1 und in Japan gar nur 1,1.

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