Zwölfmal so teuer wie herkömmliche PC-Chips
Bluetooth wird noch in diesem Jahr marktfähig

Im kommenden Jahr wollen die Unternehmen vermehrt Produkte auf den Markt bringen, die auf der Bluetooth-Technik basieren, wie das "Wall Street Journal Europe" (WSJE) am Montag berichtet.

vwd HANNOVER. Die Bluetooth-Technik wird nach Meinung von Telekommunikationsausrüstern in der zweiten Hälfte dieses Jahres die "kritische Masse" erreichen. "Im zweiten Halbjahr 2001 wird Bluetooth kräftig wachsen", sagte Mike Zafirovski, President der Motorola Inc aus Schaumburg, auf der Computermesse Cebit in Hannover.

Die Technik, die nach dem Wikingerkönig Blauzahn (Bluetooth) benannt ist, basiert auf Radio-Kurzwellen und erlaubt die drahtlose Kommunikation zwischen den verschiedensten Endgeräten auf kurzen Distanzen. Ausgestattet mit den entsprechenden Chips könnten künftig Geschirrspüler, Lampen, Pkw, Handys, Steckdosen, Kühlschränke, Laptops, Lautsprecher und Kameras ferngesteuert miteinander kommunizieren. Einer raschen Verbreitung dieser Technik steht dem "Wall Street Journal Europe" zufolge jedoch noch der Preis entgegen: Bluetooth-Chips seien zwölfmal so teuer wie herkömmliche PC-Chips.

Zudem müssten auch die Verbraucher die neue Technik erst noch akzeptieren. "Warum sollte man mittels Bluetooth etwas mit dem Handy bezahlen, wenn man das auch mit der Kreditkarte erledigen kann?", fragt Johan Montelius vom New Yorker Technologie-Forschungsunternehmen Jupiter MMXI, und fährt fort: "Viele Anwendungen sind mittlerweile Technik-überladen". Eine weitere Hürde seien die verschiedenen technischen Standards der Anbieter. Die Resultate der bisherigen Tests etwa von Telefon AB LM Ericsson, Stockholm, und Nokia Oy, Helsinki, hinsichtlich der Kompatibilität seien noch nicht zufriedenstellend.

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