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01.02.2006 

Fernsehen ohne Bild. Der Handelsblatt-Kommentar von Marcello Berni

Für das Verlagshaus Springer und dessen Chef Mathias Döpfner ist gestern ein Traum geplatzt – der Traum vom voll integrierten Medienkonzern. Es wird nichts aus der Übernahme der Senderkette Pro Sieben Sat 1. Springer beugt sich dem Verdikt der Wettbewerbshüter zähneknirschend. Das Kartellamt und die Medienkommission KEK hatten den Zusammenschluss untersagt, da eine Verbindung zwischen dem „Bild“-Imperium und einem dominierenden TV-Konzern angeblich eine übergroße Konzentration der wirtschaftlichen und der publizistischen Macht in Deutschland verursacht hätte. Häme gegenüber Springer ist nicht angebracht. Denn das Unternehmen stolpert über ein unzeitgemäßes Kartellrecht, das immer häufiger wirtschaftlich notwendigen Prozessen im Wege steht, weil es mit überholten Kriterien und Marktabgrenzungen hantiert.
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