125 Jahre Auto: Die Zukunft liegt im Leihwagen

125 Jahre Auto
Die Zukunft liegt im Leihwagen

Der Tag gilt als offizieller Geburtstag des Automobils: Am 29. Januar 1886 meldete Carl Benz seinen dreirädrigen Motorwagen zum Patent an. Parallel zu Benz aus Mannheim entwickelte Gottlieb Daimler in Stuttgart das ersten vierrädrige Auto. Zum 125-jährigen Jubiläum des wichtigsten Transportmittels der Welt 2011 peilen Hersteller auf allen Kontinenten Produktionsrekorde an.
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Der Tag gilt als offizieller Geburtstag des Automobils: Am 29. Januar 1886 meldete Carl Benz seinen dreirädrigen Motorwagen zum Patent an. Parallel zu Benz aus Mannheim entwickelte Gottlieb Daimler in Stuttgart das ersten vierrädrige Auto. Zum 125-jährigen Jubiläum des wichtigsten Transportmittels der Welt 2011 peilen Hersteller auf allen Kontinenten Produktionsrekorde an.

Allerdings war die Motorkutsche, wie die neuen Gefährte damals auch genannt wurden, kein sofortiger Erfolg. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde statt dessen das Fahrrad zum Massenverkehrsmittel der Arbeiter, die in die neuen Fabriken strömten. Autos waren der Oberschicht vorbehalten und dienten in den ersten Jahren eher dem Vergnügen, denn dem verlässlichen Transport.

In den ersten Jahren des Autos kam entscheidender technischer Fortschritt aus Deutschland: die Motoren von Nikolaus August Otto und Rudolf Diesel, das Auto selbst von Benz und Daimler, der Magnetzünder von Robert Bosch.

Der Zauber der Skaleneffekte

Der Durchbruch zum Auto als Massenverkehrsmittel, wie wir ihn heute kennen, kam aber aus den USA: Henry Ford führte nach 1910 in seiner Heimat Detroit die Fließbandmontage im großen Stil ein.

Vorher wurden Autos per Hand montiert. Ford entdeckte den Zauber der Skaleneffekte, wie die Automanager heutzutage den Vorteil der Massenproduktion nennen: Je mehr Stück von einem Produkt hergestellt werden, desto billiger wird das einzelne Exemplar. Das "Model T" von Ford wurde das erste Massenmodell auf den Straßen. Mit einer klugen Preispolitik und hohen Löhnen sorgte Henry Ford weiter dafür, dass auch Arbeiter sich Autos leisten konnten.

Die moderne arbeitsteilige Welt mit Büros und Fabriken fern der Wohnbezirke war wie gemacht für den Siegeszug der Autos:. Der Wissenschaftler Hermann Knoflacher schreibt: "Der Mensch hat mit der Wunderdroge Auto die Grenzen seiner physiologischen Evolution sprunghaft überstiegen. Der mühsame aufrechte Gang, der uns zu Geschwindigkleiten von 1 bis 4 km/h oder schon recht unbequemen 5 bis 6 km/h gebracht hat, wird durch das bequeme Sitzen im Auto um das Vielfache beschleunigt". Die Arbeitnehmer kamen entspannt bei der Firma an, das Fahrrad als Massenverkehrsmittel hatte ausgedient.

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  • Leihwagen werden sich nicht durchsetzen,d azu mögen die Deutschen viel zu sehr Autos und ihr Eigentum.

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