„3er-Reihe noch nicht vollständig“
BMW denkt über größere Modellpalette nach

Der Münchener Autobauer BMW ist mit seinen Geschäften in den ersten drei Monaten hoch zufrieden. Entwicklungsvorstand Burkhard Göschel sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das erste Quartal sei „hervorragend“ gelaufen.

HB MÜNCHEN. In den ersten beiden Monaten hat der BMW-Konzern nach früheren Angaben gut 14 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum 2005. Längerfristig rechnet das Unternehmen mit einem Absatzplus von fünf bis sieben Prozent pro Jahr.

Göschel kündigte am Mittwoch an, BMW werde seine Modellpalette bei der Kernmarke und den Töchter Rolls-Royce und Mini ausbauen. „Wir sind bei der 3er-Reihe noch nicht vollständig. Wir sind bei der 1er-Reihe möglicherweise noch nicht vollständig“, sagte der Entwicklungschef. „Man kann sich auch vorstellen, dass es irgendwann mal ein paar Modelle gibt, die ihr Lebenszyklusende erreicht haben und vielleicht durch ein neues ergänzt werden“, fügte er hinzu. Das älteste Modell BMWs ist derzeit der Geländewagen X5, dem seit kurzem der neue Audi Q7 starke Konkurrenz macht.

Bei Rolls-Royce denke er über ein Coupé und ein Cabrio des Limousinen-Modells Phantom nach. Auch die Kleinwagenreihe Mini könnte über die geplante Kombi-Version hinaus erweitert werden. Hier wolle BMW aber sehr vorsichtig vorgehen, um die Marke nicht zu beschädigen.

BMW sei dabei, die Effizienz seiner Motoren zu steigern und verschiedene Hybridmodelle weiterzuentwickeln. Die von BMW seit langem bevorzugte Variante eines neben Benzin auch Wasserstoff verbrennenden Motors werde in zwei Jahren auf den Markt kommen.

Einen Kassenschlager erwartet Göschel allerdings nicht. Die Kleinserie werde voraussichtlich nicht einmal hundert Stück erreichen. Da die 7er-Limousine mit Wasserstoff-Hybridmotor anfangs noch extrem teuer sei, würden die Fahrzeuge verleast und nicht verkauft. Größere Stückzahlen dauerten noch einige Zeit.

2015 könnte ein Anhaltspunkt sein, wann man in eine weitere Verbreitung gehen könnte, ergänzte der Manager. Ein massenhafter Einsatz der Technik hänge aber stark von der Infrastruktur ab. Bislang gibt es in Deutschland lediglich ein halbes Dutzend Wasserstofftankstellen.

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