40 Jahre 7er-BMW Sturm auf die Benz-Bastille

Er veränderte die Oberklasse wie keine andere deutsche Limousine: Der erste BMW 7er transferierte den Erfolg von 3er und 5er ins Luxussegment und etablierte sich so als wichtigster Konkurrent der Mercedes S-Klasse.
  • Wolfram Nickel
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BMW 7er (Typ E23) ab Baujahr 1977 Quelle: BMW
Er sollte der S-Klasse das Leben schwer machen

Typ E23 ab Baujahr 1977: Der 7er war aber nicht der erste Oberklasse-BMW. Vielmehr folgte er den Spuren seiner direkten Vorgänger 2500 bis 3,3 Liter (Typ E3) und auch den V8-Barockengel-Limousinen aus den 1950er Jahren.

Die Liste seiner elektronischen Innovationen schien endlos. Tatsächlich führte der BMW 7er (E23) den Automobilbau ab 1977 in eine neue Ära. Nicht nur, dass die bayerischen Sechszylinder die schwäbische S-Klasse und Britanniens formvollendete Jaguar-Zwölfzylinder herausforderten.

Die elegant und doch dynamisch gezeichneten Limousinen mit den Typenschildern 728 bis 745i waren auch die ersten Serienautos mit digitaler Motorelektronik, elektronischem Tacho inklusive Cruise Control und Bordcomputer mit Diebstahlsicherung. Mit dem vollwertigen 4-Kanal-ABS zogen sie mit der Mercedes S-Klasse gleich.

Hinzu kam im 745i ein Geniestreich der Turbotechnik, die aus dem 3,2-Liter-Sechszylinder 252 PS freisetzte und ein ursprünglich vorgesehenes Toptriebwerk mit zwölf Zylindern ins Archiv abkommandierte.

BMW-Südafrika hielt noch eine weitere Spezialität bereit: Den dortigen M745i beschleunigte das 290 PS freisetzende Kraftwerk des Supersportwagens M1 auf 241 km/h, genug für den Titel der weltweit schnellsten Luxuslimousine.

Innenraum BMW 7er (Typ E23) Quelle: BMW
BMW 7er (Typ E23): Blick in den Innenraum

Bevorzugt gekauft wurden die bayerischen Oberklassetypen nach BMW-Analysen von jenen Kunden, die „eher souveräne Noblesse als auffällige Demonstration schätzen“.

Sicher, der 7er war nicht der erste Oberklasse-BMW. Vielmehr folgte er den Spuren seiner direkten Vorgänger 2500 bis 3,3 Liter (Typ E3) und auch den V8-Barockengel-Limousinen aus den 1950er Jahren.

Aber erst mit den 7er Generationen machten die Münchner der S-Klasse das Leben schwer und sie animierten Audi sowie Lexus und Infiniti zum Vorstoß ins anspruchsvollste Limousinen-Segment. Schließlich wirkten über 285.000 verkaufte BMW 728 bis 745i der Baureihe E23 im Luxusclub wie ein Ausrufezeichen.

Bevorzugt gekauft wurden die bayerischen Oberklassetypen nach BMW-Analysen von jenen Kunden, die „eher souveräne Noblesse als auffällige Demonstration schätzen“. Deshalb folgte der unter BMW-Chefdesigner Paul Bracq gezeichnete 7er in seiner Linie dem 6er Coupé, das die Fachwelt 1976 als Meisterwerk modernen Automobildesigns gewürdigt hatte.

Diese Autos sind endlich im Oldtimer-Himmel
Kinder, wie die Zeit vergeht!
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Einige Besitzer von Autos des Baujahrs 1987 fiebern dem Jahreswechsel entgegen: Ab 2017 können ihre Fahrzeuge ein H-Kennzeichen tragen. Mit dem besonderen Nummernschild für mindestens 30 Jahre alte Autos in erhaltenswürdigem Zustand ist ein steuerlicher Vorteil sowie oft auch eine vorteilhaftere Einstufung bei der Versicherung verbunden. Es ist aber auch so etwas wie die amtliche Adelung als Oldtimer.

Wir zeigen eine Auswahl an Modellen, die 2017 erstmals als Klassiker angemeldet werden können, guter Erhaltungszustand und Verkehrstauglichkeit natürlich vorausgesetzt...

Ferrari F40
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Zum 40. Firmenjubiläum machte Enzo Ferrari sich und den Kunden ein Geschenk in Form dieses Supersportwagens – der bis dahin schnellste und stärkste Straßen-Ferrari.

Sein 2,9-Liter-V8 leistet 478 PS und beschleunigte den Boliden laut Werksangabe in 4,1 Sekunden auf 100 km/h, maximal auf 324 km/h.

Rund 1.300 Exemplare wurden bis 1992 produziert, sie tragen den imposanten Heckflügel und Klappscheinwerfer.

BMW 750i
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In der Oberklasse-Limousine bot BMW ab Sommer 1987 den ersten Zwölfzylindermotor der Nachkriegszeit an, für dessen Laufruhe die Bayern mit einem hochkant auf dem Motorblock stehenden Fünfmarkstück warben. Das Interesse an dem Top-Modell der zweiten 7er-Generation mit 300 PS starkem V12 war riesig, bereits vor der offiziellen Premiere gingen die Bestellungen für den 750i ein.

Mazda 626
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Mit der Mittelklasse-Baureihe konnten die Japaner Erfolge feiern: Die dritte Generation des 626 ab 1987 gehörte zu den erfolgreichsten Importfahrzeugen in Deutschland und manifestierte damals mit ihrer Zuverlässigkeit Mazdas guten Ruf hierzulande.

Ein Technik-Highlight des optisch unscheinbaren Japaners ist noch heute eine Besonderheit: Mazda stattete den 626 mit Allradlenkung aus, bei der für mehr Kurvenstabilität die Hinterräder geschwindigkeitsabhängig zu den Vorderrädern lenkte.

Opel Kadett E Cabrio
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Als letzte Ausführung kam drei Jahre nach dem Marktstart des Kadett E die offene Version zum Händler, sie blieb dann auch länger als alle anderen Varianten.

Die Optik des in Turin bei Bertone produzierten Kompakt-Cabrios wird von dem charakteristischen Überrollbügel dominiert.

Viele der beliebten Viersitzer haben es aufgrund mangelnder Rostvorsorge nicht besonders gut erhalten über die Zeit geschafft.

Peugeot 405
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Peugeot meldete sich im Herbst 1987 nach jahrelanger Pause erfolgreich in der Mittelklasse zurück, dem 405 sei Dank. Seine moderne, stromlinienförmige Karosserieform passte in den Zeitgeist, mit dem längsten Radstand seiner Klasse hatte er zudem praktischen Mehrwert.

Obwohl der 405 über Jahre zu den Bestsellern der europäischen Mittelklasse gehörte, sieht man den Franzosen nur noch selten auf der Straße. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren zum 1. Januar 2016 rund 600 Exemplare angemeldet.

Toyota Supra Turbo
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Mit der Präsentation der dritten Generation des Supra hatte sich die Baureihe 1986 von der Celica getrennt.

Weiterhin mit Hinterradantrieb markierte ein Jahr später der Supra Turbo mit seinem 235 PS starken V6 die Leistungsspitze, bis zu 245 km/h waren möglich.

Trotz stattlicher 4,86 Meter Außenlänge war das Blechkleid des 7ers auf Understatement ausgelegt mit flach abfallenden Motor- und Kofferraumhauben, kurzen Überhängen und niedriger Gürtellinie. Ganz im Gegensatz zu den chrombehängten S-Klasse-Sternenkreuzern der Serie W116, die wie eine massive Trutzburg mit mächtigen bis zu 6,9-Liter großen V8 alle Angriffe potentieller Konkurrenten abwehren sollten.

Zunächst aber starteten die Typen 728, 730 und 733i im Frühjahr 1977 den Sturm auf die Benz-Bastille recht erfolgreich. Dabei störte anfangs nicht einmal, dass die drei Sechszylinder mit 170 bis 197 PS Leistung durchweg alte Bekannte aus dem Vorgänger waren.

BMW 7er Typ E23 - Arbeiten am Gipsmodell Quelle: BMW
BMW 7er Typ E23: Arbeiten am Gipsmodell

Der unter Chefdesigner Paul Bracq gezeichnete 7er folgte in seiner Linie dem 6er Coupé, das die Fachwelt 1976 als Meisterwerk modernen Automobildesigns gewürdigt hatte.

So stellte BMW-Chef Eberhard von Kuenheim im Juli 1977 zufrieden fest: „Das Auftragsvolumen ist so unerwartet groß, dass das Dingolfinger Werk mit der Produktion kaum nachkommt“. Der Einführungsslogan der BMW-Werber – „Es war nicht nötig, in der obersten Klasse ein noch besseres Automobil zu bauen" – schien sich zu bestätigen.

Dennoch genügten die Qualitäten der Baureihe E23 am Ende nicht, um die bereits fünf Jahre alte S-Klasse in den Zulassungscharts zu schlagen. Was Mercedes mit den Werbeworten quittierte: „Auch 1977 war es nicht möglich, ein besseres Auto zu bauen - Mercedes-S-Klasse."

Originelle Erklärung für Münchener Zahlenakrobatik
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1 Kommentar zu "40 Jahre 7er-BMW : Sturm auf die Benz-Bastille"

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  • "Sergio Puntila27.01.2017, 09:30 Uhr
    Der Chefdemokratenfresser als Oberkommentator des HB sondert in gewohnt langweiliger Manier, klingt schon fast andressiert, was Sie hier tagtäglich vor sich hingeifern, werter MH"

    Ich geifere nicht, ich kommentiere. Ich gebe mir den ganzen Tag große Mühe, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel zu kommentieren,
    um die Leute von der grün-sozialistischen Murkselregierung zu warnen.

    Ja, ich bin ein Fan von Trump und Putin, das sind wenigstens noch zwei echte Kerle mit eigener Meinung, nicht wie unser sprechender Hosenanzug!

    Ja, ich bin ein Anhänger der AFD, denn nur diese Partei kann unser Reich noch retten!

    Nein, ich bin nicht arbeitslos und habe deshalb soviel Zeit Kommentare zu schreiben, ich bin arbeitssuchend!
    Danke

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