40 Jahre Range Rover
Im Smoking zur Schlammschlacht

Was haben die Queen, Claudia Schiffer und Madonna gemeinsam? Die Vorliebe für ein ganz spezielles Auto: Alle drei Damen sitzen leidenschaftlich gerne am Steuer des Range Rovers, - und mit ihnen viele andere Besserverdiener. Kein Geländewagen steht so sehr für den Spagat zwischen Boulevard und Buckelpiste, wie der große Kraxler aus England, der nun runden Geburtstag feiert.
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dpa/tmn GAYDON.Was haben die Queen, Claudia Schiffer und Madonna gemeinsam? Die Vorliebe für ein ganz spezielles Auto: Alle drei Damen sitzen leidenschaftlich gerne am Steuer des Range Rovers - und mit ihnen viele andere Besserverdiener. Kein Geländewagen steht so sehr für den Spagat zwischen Boulevard und Buckelpiste, wie der große Kraxler aus England, der in diesem Jahr 40 Jahre alt wird. Seit seinem Debüt sind Geländewagen nicht nur im Outback zu Hause, sondern auch vor der Oper und machen vor dem Schlosshotel eine ähnlich gute Figur wie in der Sahara.

Diese Idee gehörte zu dem Wagen von Anfang an. Denn als der damalige Rover-Chefentwickler Charles Spencer King 1966 über eine Erweiterung der Produktpalette nachdachte, hatte er den unverwüstlichen Land Rover als Vorbild. Allerdings wollte King dem kompromisslosen Geländewagen deutlich mehr Komfort auf der Straße abgewinnen. Außerdem sollten die Fahrleistungen um Klassen besser werden. Deshalb plante der Chefentwickler mit einem V8-Motor von General Motors. Mit 3,5 Litern Hubraum und 135 PS brachte er es damals schon auf rund 160 km/h - für einen Geländewagen ein atemberaubendes Tempo.

Nach vier Jahren zog King im Sommer 1970 das Tuch von einem Fahrzeug, das im ersten Verkaufsprospekt als "vielseitigstes Auto der Welt" gefeiert wurde. Jahrzehnte, bevor das Marketing den Begriff Crossover erfindet, vereinte der Range Rover viele, vermeintlich widersprüchliche Eigenschaften: "Er ist erstens ein sieben Tage die Woche nutzbares Luxusmobil, zweitens ein Freizeitauto, das alle Autobahnen und Pisten unter die Räder nimmt, drittens ein Hochleistungs-Reisewagen für lange Strecken und schließlich viertens ein robuster Geländegänger", schwärmten die Verkäufer damals.

Diese Mischung kam an: bei Popstars und dem Landadel, bei Gutsherren und Großindustriellen. Auch in Deutschland, wo der Range Rover 1972 auf den Markt kam, fand das luxuriöse Dickschiff seine Nische. Allerdings zu einem Preis, der die extreme Positionierung spiegelt: Mit 23 500 Mark war er ähnlich teuer wie ein Porsche 911.

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  • Der Range Rover Evoque ist einfach toll, die Form verspricht viel und ist in diesem Segment wohl einzigartig. ich habe gelesen, als Antrieb soll zunächst ein aufgeladener Zweiliter-Vierzylinder benziner mit 240 PS dienen, aber auch ein passendes Dieselaggregat steht bereit.

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