50 Jahre Caravan Salon

Als der Jedermannswohnwagen 3.333 Mark kosten durfte

Leichtbau, Luxus, Raumnutzung: Das sind die Trends beim 50. Caravan Salon in Düsseldorf. Neu sind sie nicht, wie auch der Blick in die Vergangenheit zeigt.
Kommentieren
  • dpa
HD-Fernsehen und Massagematratzen, das gibt es heute in den mobilen Heimen. 1962 war man froh, wenn man seinen Wohnwagen mit einem Warmluftofen beheizt bekam. Quelle: dpa

HD-Fernsehen und Massagematratzen, das gibt es heute in den mobilen Heimen. 1962 war man froh, wenn man seinen Wohnwagen mit einem Warmluftofen beheizt bekam.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMessen sollen ein Blick in die Zukunft gewähren. Genauer gesagt: Sie helfen Herstellern, die Marktchancen von Produkten auszuloten. Und Besucher können einen Geschmack davon bekommen, was es bald zu kaufen gibt, falls sie nicht schon als Erste vor Ort zuschlagen dürfen. Beim diesjährigen Caravan Salon in Düsseldorf sind die Akzente allerdings leicht verschoben. Denn die führende Messe für Wohnmobile, Campingwagen und Zubehör rund ums "mobile Wohnen" findet zum 50. Mal statt. Da darf der Blick in die Vergangenheit nicht fehlen - obwohl sich knapp 600 Aussteller mit Neuheiten angekündigt haben.

Zum ersten Caravan Salon, der 1962 mit gerade einmal 61 Ausstellern in Essen stattfand, kamen rund 35.000 Besucher. Im vergangenen Jahr machten sich mehr als 170.000 Gäste auf den Weg in die Messehallen in Düsseldorf, wo die mittlerweile zur weltweiten Leitmesse gereifte Schau seit 1994 beherbergt ist. "Der diesjährige Caravan Salon steht im Zeichen des Jubiläums", sagt Christof Sambel vom Träger der Messe, dem Caravan Industrie Verband (CIVD).

Eine besondere Rolle dabei spielt der Camping Oldie Club (COC), der schon seit Jahren historische Fahrzeuge auf der Messe zeigt. Diesmal jedoch wurde der Club gebeten, die Auswahl historischer Gefährte auf das Jubiläum abzustimmen. So wird im Bereich des Messeeingangs Nord unter anderem ein restaurierter MiKaFa der mittlerweile abgewickelten Mindener Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH zu sehen sein. Opernregisseur Wolfgang Wagner hatte das Wohnmobil 1962 auf dem ersten Caravan Salon gekauft.

1977 war das Jahr vor der Wachablösung: Schon zwölf Monate später wurden auf dem Caravan Salon mehr Wohnmobile als -wagen gezeigt. Quelle: dpa

1977 war das Jahr vor der Wachablösung: Schon zwölf Monate später wurden auf dem Caravan Salon mehr Wohnmobile als -wagen gezeigt.

(Foto: dpa)

Und damit war er gewissermaßen ein Vorreiter, denn nicht Reisemobile, sondern Wohnwagen waren damals vorherrschend. "Beim ersten Salon waren fast nur Caravans dabei", sagt Eppert. In der Mitte der 1960er Jahre hielten die Hersteller noch etwas auf sich, wenn sie "Jedermannswohnwagen" im Programm hatten: kleine Caravans, deren Preisgrenze laut der Zeitschrift "Caravaning" bei 3.333 D-Mark lag.

Zwar werden auf der diesjährigen Messe auch einige Wohnwagen zu Einstiegspreisen um rund 5.000 Euro ausgestellt sein, sagt Sambel. Die Zulassungsstatistik zeige aber schon seit Jahren, dass Reisemobile populärer als Caravans sind.

Sie wollen nicht fest fünf Wochen an einem Ort bleiben
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: 50 Jahre Caravan Salon - Als der Jedermannswohnwagen 3.333 Mark kosten durfte

0 Kommentare zu "50 Jahre Caravan Salon: Als der Jedermannswohnwagen 3.333 Mark kosten durfte"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%