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50 Jahre McLaren: Kleines PS-Imperium mit großer Rennhistorie

"Live fast, die young". Dieses Kredo verkörperte der neuseeländische Rennfahrer, Konstrukteur und Unternehmer Bruce McLaren mit brutaler Konsequenz. Mit 33 Jahren verstarb er 1970 im Rennauto. Seine Firma überlebte.

McLaren damals und heute: Die Farbe hat sich nicht geändert. Im Vordergrund der Formel Rennwagen M7C von 1969 und im Hintergrund das neueste Modell der Marke, ein 12C Spider. Quelle: PR
McLaren damals und heute: Die Farbe hat sich nicht geändert. Im Vordergrund der Formel Rennwagen M7C von 1969 und im Hintergrund das neueste Modell der Marke, ein 12C Spider. Quelle: PR

DüsseldorfWas haben der frühere BMW-Vorstand Bernd Pischetsrieder, der britische Mime Rowan Atkinson ("Mr. Bean") und der langjährige McLaren-Chef Ron Dennis gemeinsam? Sie bilden einen erlauchten Zirkel von Autofahrern, die es geschafft haben, jeweils einen von 106 gebauten Supersportwagen McLaren F1 final zu zerstören. Körperlich unversehrt, aber jeweils rund 1,5 Millionen D-Mark ärmer entstiegen sie den Wracks. So viel kostete das bis dahin extremste und teuerste Serienauto der Welt, das McLaren 1993 auf die Räder gestellt hatte.

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Ein technischer Superlativ auf vier Rädern, wie ihn die Welt bis dahin nicht gesehen hatte. Der Fahrer saß in der Mitte, zwei weitere Sitzschalen flankierten den zentralen Volant zu beiden Seiten nach hinten versetzt. Für den Antrieb des nur knapp 1.200 Kilo schweren Boliden sorgte die BMW Motorsport GmbH.

Die Münchner Spezialisten schufen aus dem Fünfliter-V12 aus dem BMW 750i ein Leistungsmonster mit 6,1 Litern Hubraum, das in mehreren Leistungsstufen zwischen 461 kW/627 PS und 500 kW/680 PS über die Hinterräder des F1 herfallen ließ. 3,2 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von über 390 km/h reichen auch heute noch für Spitzenplätze in der elitären Welt der Supersportwagen.

Die Wurzeln von McLaren liegen im Motorsport. Nicht nur in der Formel 1 war das McLaren Team äußerst erfolgreich. Im Vordergrund: das erste komplett selbst entwickelte Straßenfahrzeug, McLaren MP4-12C. Quelle: PR
Die Wurzeln von McLaren liegen im Motorsport. Nicht nur in der Formel 1 war das McLaren Team äußerst erfolgreich. Im Vordergrund: das erste komplett selbst entwickelte Straßenfahrzeug, McLaren MP4-12C. Quelle: PR

Mit dem F1 hatte McLaren 1993 den Sprung zum Autohersteller geschafft. Bis dahin registrierte die Unternehmenshistorie 30 Jahre Motorsportgeschichte, die den Namen des 1937 geborenen Bruce McLaren zum Superstar der Zunft befördert hatte.

McLaren selbst war ein Senkrechtstarter. Der dreifache australische Formel-1-Weltmeister Jack Brabham entdeckte das Talent aus Neuseeland und holte ihn 1958 zu Cooper. 1959 errang der Newcomer mit 22 Jahren und 104 Tagen als jüngster Formel-1-Fahrer den ersten Sieg. Die Marke fiel erst 44 Jahre später durch Fernando Alonso, der 2003 mit 22 Jahren und 26 Tagen den Großen Preis von Ungarn gewann.

Der F1 war 1993 das erste Straßenfahrzeug von McLaren. Er ist 106 Mal gebaut worden und nutzt einen 5-Liter-V12-Motor von BMW. Quelle: PR
Der F1 war 1993 das erste Straßenfahrzeug von McLaren. Er ist 106 Mal gebaut worden und nutzt einen 5-Liter-V12-Motor von BMW. Quelle: PR

Nachdem Cooper technisch in Rückstand geriet, entschied Bruce McLaren, sein eigenes Auto zu konstruieren. Er gründete am 2. September 1963 die "Bruce McLaren Motor Racing", die ab 1966 in der Formel-1 antrat. 1969 errang McLaren bereits den dritten WM-Gesamtrang und galt als großer Favorit für 1970.

Wie beispielsweise auch Ferrari engagierte sich der Neuseeländer damals nicht nur in der Formel 1, sondern auch erfolgreich bei Sportwagenrennen. Für Ford hatte McLaren 1966 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Seine Testfahrt mit dem CanAm-McLaren im englischen Goodwood endete am 2. Juni 1970 tödlich.

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