62. IAA
Mercedes-Studie F 700: Luxus mit Mini-Verbrauch

Mercedes bietet auf der IAA unter zahlreichen Neuheiten auch einen Ausblick auf eine Luxuslimousine der Zukunft. Der mer als fünf Meter lange F 700-Prototyp soll mehr Komfort bieten als eine aktuelle S-Klasse und weniger verbrauchen als mancher Kleinwagen.

dpa/tmn FRANKFURT/M. Der F 700 genannte Prototyp soll mehr Komfort bieten als eine aktuelle S-Klasse und weniger verbrauchen als mancher Kleinwagen. Das Design des 5,18 Meter langen Forschungsfahrzeugs ist geprägt von fließenden Linien: Dies soll die übliche Trennung zwischen Motorhaube, Passagierabteil und Kofferraum nahezu auflösen, ohne dass das Fahrzeug dabei zum Van zu wird. Inspiriert sei die „Aqua Dynamic“ genannte Formensprache von der Strömungsdynamik der Fische, Ergebnis sei ein geringer Luftwiderstand.

Der F 700 ist etwas kürzer als die Langversion der aktuellen S-Klasse, der Radstand wurde aber um fast 30 Zentimeter auf 3,45 Meter gestreckt. Diesen Raumgewinn nutzt Mercedes für eine variable Bestuhlung, die vier Personen je nach Dauer und Zweck der Reise unterschiedliche Sitzpositionen ermöglicht - von der Konferenzbestuhlung bis zur Relax-Stellung im Liegesitz.

Als ein technisches Highlight der Studie nennt Mercedes-Entwicklungsvorstand Thomas Weber das adaptive Fahrwerkwerk: Es taste mit Laserstrahlen die Straße ab und hebe jedes einzelne Rad in wenigen Sekundenbruchteilen so an, dass man laut Weber „fährt wie auf einem fliegenden Teppich“.

Ebenfalls wegweisend sei der Antrieb, bei dem Mercedes erstmals mit einem neuen Verbrennungsverfahren experimentiert, das die Vorteile von Diesel und Benziner vereint. Dieser Diesotto genannte Motor hat vier Zylinder und 1,8 Liter Hubraum, kommt aber mit Hilfe eines Turboladers auf 175 kW/238 PS. Unterstützt von einem 15 kW/20 PS starken Hybridmodul leistet er 190 kW/258 PS und beschleunigt den Luxusliner in 7,5 Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Der Verbrauch liegt bei 5,3 Litern Benzin auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 127 Gramm pro Kilometer entspreche.

Bis dieses Motorkonzept auf die Straße kommt, brauchen die Entwickler laut Weber noch „einige Jahre“. Den F700 wird es in dieser Form vermutlich nie geben - doch „einzelne Details aus diesem Auto werden schon bald in kommende Serienmodelle einfließen“.

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