78. Autosalon Genf
Luxus läuft – bis zum letzten Tropfen

Kundenblockade angesichts von Kreditklemme und Rezessionsängsten in den USA? Ulrich Bez, Chef des britischen Sportwagenbauers Aston Martin, zuckt mit den Schultern: "Für uns kein Thema." Kaufboykott wegen unklarer Besteuerung des CO2-Ausstoßes? Darauf hat Bez eine klare Antwort: "Unsere Kunden haben ein gesundes Selbstverständnis. Die unsachlichen Diskussionen berühren sie wenig. "

DÜSSELDORF. Dritter Versuch: Wie sieht es aus mit alternativen Antrieben, Hybridlösungen aus Verbrennungs- und Elektromotoren oder gar kompletten Elektroautos? "Etwas anderes als Benzinmotoren werden wir in überschaubarer Zeit nicht machen", sagt Bez bestimmt. Der Schluss ist klar: Der letzte Tropfen Benzin wird sich wohl durch die Auspuffrohre eines Aston Martin verflüchtigen.

Verkehrte Welt: Die Trends und Gesetze des Massenmarktes sind im Luxussegement weit jenseits der 100000-Euro-Grenze scheinbar außer Kraft gesetzt. Der Markt für weitgehend per Hand gefertigte Schatzkisten ist ebenso klein wie fein: Weltweit wurden vergangenes Jahr knapp 80 000 Fahrzeuge in dieser Kategorie verkauft, hat das Prognoseinstitut B&D-Forecast ermittelt. Wichtigster Markt sind die USA mit 22 000 Stück, gefolgt von Deutschland (14 100), England (8 700), Japan (3 700) und Frankreich (2 000). In Russland wurden 2007 bereits 1 200 Luxusschlitten verkauft, in China immerhin 800.

Lediglich ein gutes Dutzend größere Hersteller tummeln sich in der Königsklasse der Vierräder: Zum edlen Kreis gehören die britisch-stämmigen Marken Aston Martin, Bentley, Rolls -Royce und eingeschränkt das Verkaufsobjekt Jaguar; die italienischen Traditionsmarken Ferrari, Lamborghini und Maserati sowie zuletzt Alfa Romeo mit dem 8C Competizione Spider; die Spitzenmodelle der deutschen Premiumbauer BMW (M6), Daimler (ab Mercedes S-Klasse, Maybach), Porsche (ab 911) und neuerdings Audi mit dem Supersportwagen A8. Aus dem Elsass stammen die Boliden der französischen Volkswagen -Tochter Bugatti.

Auf dem 78. Genfer Autosalon feiern nicht nur deutsche Paradedienstwagen wie der Audi A4 Avant Premiere und präsentiert sich der aus Indien stammende Tata Nano als billigstes Auto der Welt dem europäischen Publikum - auch eine Handvoll Luxusschlitten debütiert in der Schweiz.

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