81. Autosalon: Was Genf an Neuheiten bringt

81. Autosalon
Was Genf an Neuheiten bringt

Elektroantrieb, Hybridtechnik oder doch besser Brennstoffzellen? Über die grüne Zukunft des Autos ist noch nicht entschieden. Der Genfer Autosalon gibt Anfang März Orientierungshilfe - ohne dabei konventionelle Fahrzeuge aus dem Blick zu verlieren.
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Genf/ DüsseldorfGrün bleibt auch in diesem Jahr die Trendfarbe beim Genfer Automobilsalon, dessen Publikumstage vom 3. bis 13. März laufen. So lautet die einhellige Meinung vieler Analysten. Sie erwarten für den Branchengipfel in der Schweiz zahlreiche neue Fahrzeuge mit alternativen und umweltschonenden Antrieben. "Allerdings wird die überbordende Begeisterung vor allem für das Elektroauto ein wenig abkühlen und die Diskussion sachlicher und technischer werden", schätzt August Joas, Autoexperte der Managementberatung Oliver Wyman.

Die Zeit der überzogenen Wünsche und Erwartungen sei vorbei, sagt auch Nick Margetts vom Marktbeobachter Jato Dynamics in Limburg: "Es geht nicht mehr um aberwitzige Konzeptfahrzeuge mit faszinierenden, aber fiktiven Leistungswerten, sondern um Autos, die man heute oder spätestens morgen kaufen kann." Selbst das VW-Sparwunder XL1 mit einem Verbrauch von nur 0,9 Liter soll schließlich bis 2012 in eine Kleinserie gehen, hatte der Hersteller angekündigt.

Die Frage nach dem Königsweg in die grüne Zukunft des Autos wird aber auch in Genf nicht entschieden: "Das Rennen um den Antrieb von morgen bleibt offen", glaubt Joas. "Die Hersteller werden deshalb auf dem Salon gleichermaßen Elektro-, Brennstoffzellen- und Hybridautos zeigen.". Zumindest könnten sich die kommenden Kunden davon diesmal einen konkreten Eindruck machen: "Im "Pavillon Vert" dürfen sie die Zukunft schon einmal Probe fahren."

Joas geht davon aus, dass auf dem Autosalon neben technischen Fragen vor allem innovative Mobilitätslösungen eine wichtige Rolle spielen werden. Viele neue Konzepte im Stil des erweiterten Carsharing-Programms "Car2go" von Smart sind zu erwarten - etwa bei BMW: Der bayerische Hersteller plant im Zusammenhang mit dem elektrischen Kleinwagen "Projekt i" eine neue Submarke, die in Genf erstmals öffentlich vorgestellt werden dürfte.

Nachdem die Grundstimmung auf dem Salon in den vergangenen beiden Jahren eher verhalten war, rechnet der Automobilexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen diesmal mit einer deutlich besser gelaunten Branche. Margetts schätzt die Lage im Vorfeld der Messe ähnlich ein: "Das Wirtschaftsunwetter ist über die meisten hinweggefegt, ohne die Autowelt als Scherbenhaufen zu hinterlassen."

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