86. Genfer Autosalon: Wie Opel wieder für Aufsehen sorgt

86. Genfer Autosalon
Wie Opel wieder für Aufsehen sorgt

20 Prozent mehr Absatz als im Vorjahresmonat: Opel ist gut ins Jahr gestartet. Firmenchef Karl-Thomas Neumann setzt für die Zukunft große Hoffnungen in ein neues Elektroauto und einen bezahlbaren Sportwagen.

Genf/DüsseldorfOpel hat den guten Start in das Jahr 2016 auch im Februar fortgesetzt. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg der Marktanteil in Deutschland auf 7,7 Prozent, wie der Autobauer am Rande des Autosalons Genf unter Berufung auf vorläufige Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes KBA mitteilte. "Die Marke ist wieder erstarkt. Wir werden 2016 wie geplant schwarze Zahlen erreichen", sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann in Genf. "Wir wollen weiter Marktanteile gewinnen."

Bereits im Januar waren die Rüsselsheimer hinter VW, Mercedes, BMW und Audi mit 16.549 Neuzulassungen der fünftgrößte Hersteller in Deutschland – 21,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Modelle Mokka und Meriva sind in ihren Segmenten jeweils die meistverkauften Autos. Von den Stückzahlen liegen die Modelle Astra und Corsa noch deutlich darüber, müssen sich aber den VW-Äquivalenten Golf und Polo geschlagen geben.

In Genf konnte Neumann noch einen weiteren Erfolg verbuchen: Die 58-köpfige Fachjury mit Automobiljournalisten aus 22 europäischen Ländern hat dem Astra den Titel als Europas "Auto des Jahres 2016" verliehen. Mit 309 Punkten verwies der Kompaktwagen den Volvo XC90 (294 Punkte) und den Mazda MX-5 (202 Punkte) auf die Plätze. "Für uns ist die Auszeichnung ein offizieller Ausweis, dass wir ganz vorne dabei sind", so Neumann.

„Ampera war seiner Zeit voraus“

Der nächste Schritt wird das zweite Elektroauto von Opel sein, nachdem der seit 2011 verkaufte Ampera die Erwartungen nicht erfüllen konnte. "Mit unserem neuen E-Auto werden wir dem Wettbewerb in punkto Reichweite und Vernetzung voraus sein. Wir werden Maßstäbe setzen", sagte Neumann.

Der in Anlehnung an seinen Vorgänger benannte Ampera-e soll mit einer Reichweite von 320 Kilometern und einem Preis von weniger als 35.000 Dollar den Durchbruch schaffen. "Wir werden mit dem Ampera-e einen großen Schritt machen. Mit dem Ampera waren wir unserer Zeit voraus."

Neben dem Ausblick auf die Nahe Zukunft mit dem Ampera-e schaut Neumann in Genf auch weiter voraus. Das GT Concept, zweifelsohne das Highlight auf dem Messestand der Rüsselsheimer, bleibt vorerst eine Vision.

Die sportlich designte Studie mit Heckantrieb könnte künftig die Basis für einen bezahlbaren Sportwagen bilden. Der Antrieb mit einem 1,0 Liter großen Dreizylinder-Turbo (145 PS, 215 km/h Höchstgeschwindigkeit) hebt sich angenehm von der PS-Protzerei anderer Marken ab. Für Neumann hat der GT großes Potenzial: "Es geht auch darum, Träume zu verkaufen."

Annika Reinert
Rebecca Eisert
WirtschaftsWoche Online / Redakteurin
Sebastian Schaal
Sebastian Schaal
Handelsblatt Online / Redakteur
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