Er ist - wie der Käfer - ein Auto mit höchstem Wiedererkennungswert: Der Land Rover, der seit einer gefühlten Ewigkeit in fast unveränderter Form gebaut wird. Mit 65 Jahren fährt er nun offiziell in den (Un-)Ruhestand. Mehr…
Militär und Ambulanz schätzen die Autos von Land Rover ebenso wie Abenteurer und Expeditionsausrüster. Längst haben ihre luxuriösen Erscheinungsformen auch die Garagen der feinen Vorstadtvillen erobert. Dass der Land Rover vor 65 Jahren als Verlegenheitskonstruktion in die Automobilgeschichte startete, ist kaum bekannt.
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Als Geburtsstunde der Marke gilt offiziell das Debüt des Serie-I-Autos auf der Amsterdam Motor Show am 30. April 1948. Die Zeugung freilich muss irgendwo in einem Ort in der walisischen Provinz stattgefunden haben.
In der Grafschaft Anglesey besaß Maurice Wilks einen Bauernhof. Er war technischer Direktor der Rover Automobilwerke und gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Managements suchte er nach einer zündenden Idee, wie mach der kriegsbedingten Zerstörung des Werkes in Coventry und der allgemeinen Materialknappheit die Produktion wieder in Gang gebracht werden könnte.
Auf seiner Farm hatte er ausgemusterte Militärfahrzeuge als Zugmaschine für Pflüge und anderes Gerät für die Feldarbeit genutzt. Ein kleines und robustes Fahrzeug mit Allradantrieb für die Landwirtschaft – das musste die Lösung der Rover-Probleme sein. Wilks überzeugte seine Kollegen und es wurde ein Fahrzeugchassis aus Militärbeständen mit Motor und Getriebe eines Rovers zusammengeschraubt. Da es an Stahl mangelte, wurde die Karosserie aus Aluminium gefertigt. Werkzeuge und Maschinen zur Bearbeitung der Bleche waren ebenfalls nicht vorhanden, deshalb wurden, wo es ging, flache und gerade Platten verbaut.
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Die Arbeit am Land Rover begann 1947. Chefingenieur Arthur Goddard verwendete als Basis das Chassis eines amerikanischen Willys Jeeps, das über einen Radstand von 80 inch (2 032 Millimeter) verfügte.
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Die Nachfrage nach dem Land Rover übertraf alle Erwartungen. Nach 3.048 Land Rovers 1948, waren es 1949 schon mehr als 8.000 Einheiten. Nur zwei Jahre später, 1950, hatte sich die Produktion auf über 16.000 Autos verdoppelt.
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Die 48 Exemplare umfassende Vorserie verfügte über permanenten Allradantrieb mit Freilauf und ein Zweigang-Verteilergetriebe. Ein 1,6-Liter-Rover-Motor diente als Kraftquelle. Um das ins Auge gefasste Einsatzgebiet des neuen Fahrzeugs schon mit dem Namen zu dokumentieren, wurde das Gefährt „Land Rover“ genannt. Das Publikum auf dem Autosalon in Amsterdam reagierte überrascht, neugierig und durchweg positiv.
Foto: Serie III, 88er
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Auch 65 Jahre nach diesem Ereignis gehört der Land Rover zu den Autos mit dem größten Wiedererkennungswert. Nur noch der Marke Jeep wird eine vergleichbar große Allradkompetenz zugerechnet. Die Robustheit der Autos ist legendär, rund 70 Prozent aller gebauten Land Rover sind noch fahrbereit, sagt der Hersteller.
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Nicht nur die Armeen vieler Länder fanden Gefallen an den Produkten aus Solihull, wohin die Marke wegen der Zerstörung der alten Produktionsstätten umgezogen war, sondern auch die UNO, Hilfsdienste und Umweltorganisationen.
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Vom Modell Defender, der Weiterentwicklung der ersten Land Rover, entstanden die skurrilsten Varianten. Die Queen of England benutzte einen offenen Landaulet, in dem sie und der Prinzgemahl hinter dem Fahrer aufrecht standen und sich an einem gepolsterten Rohr festhielten.
Das rundum verglaste Papamobil des Oberhauptes der katholischen Kirche wurde weltberühmt, eher unauffällig zog dagegen das mit riesigen Rädern und gewaltiger Bodenfreiheit ausgestattete Forst-Spezialfahrzeug in den königlichen Wäldern seine Bahn. Arktisforscher ließen Raupenketten und die Feuerwehr eine Leiter aufs Dach montieren.
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In England diente der Land Rover sogar als Repräsentations-Fahrzeug für Auftritte der Königin.
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