Ab 2007
Astra wird als Saturn in USA verkauft

Das Modell Opel Astra unter der GM-Schwestermarke Saturn in die USA exportiert werden. Der Verkauf soll nach Angaben des Betriebsrates im kommenden Jahr starten.

HB FRANKFURT. „Wir haben es gerade geschafft: Ab 2007 werden im ersten Schritt bis zu 45 000 Autos der Astra-Klasse unter der Marke Saturn in den USA verkauft“, sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz dem Berliner „Tagesspiegel“. Dennoch betrachte General Motors (GM) Opel weiter als regionale Marke, obwohl die deutschen Modelle auch für die Mittelschicht in Indien oder China geeignet wären.

Eine Opel-Sprecher wollte am Sonntag nicht bestätigen, dass die Entscheidung für den Export in die USA gefallen sei. „Wir wollen unsere amerikanische Marke Saturn stärker an Technik und Design unserer Opel-Modelle anlehnen“, bekräftigte er nur. Der Saturn Ion, den der Astra ersetzen könnte, läuft zum Jahresende aus.

Franz kritisierte die aus seiner Sicht kurzatmige Strategie des US-Automobilriesen: „Sie wird gewechselt wie die Unterwäsche. Andere machen Zehn-Jahres-Pläne, bei GM gibt es Quartalspläne“, sagte er. Die derzeit hoch im Kurs stehende Zentralisierung schade der Marke Opel.

Zusätzlich unter Druck sieht Franz Opel durch die Pläne einer Allianz zwischen GM und dem französisch dominierten Bündnis Renault-Nissan. „Auch wenn es nur eine Allianz gäbe, könnte die Marke Opel unter die Räder kommen“, sagte er. Renault und Opel sind in Europa Konkurrenten im gleichen Marktsegment. Bei einer Fusion ginge es „ums nackte Überleben“, bekräftigte der Arbeitnehmervertreter.

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