Absatz bleibt schwach
Autokäufer, verzweifelt gesucht

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Stabiler Gebraucht-Markt

Während das Geschäft mit Neuwagen schwächelt, entwickelt sich der Gebrauchtwagenmarkt positiv. Nach einer aktuellen Datenauswertung des Internet-Autoportals mobile.de der Markt nicht durch die zahlreichen Tageszulassungen der Händler beeinträchtigt. Von Januar bis Mai 2013 wechselten fast drei Millionen Fahrzeuge ihren Besitzer. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Durchschnittspreis stieg bei dem Ebay-Tochterunternehmen gegenüber dem Vorjahresmonat um drei Prozent auf 18.416 Euro. Für diesen Durchschnittspreis von 18.416 Euro bekommt der Interessent beispielweise einen BMW 320d, Baujahr 11/2009 mit 48.000 Kilometern oder einen VW Golf BlueMotion 1.6 TDI, Baujahr 9/2012 mit 8.500 Kilometern.

Wenn Gebrauchtwagen-Suchende auf die Internetseite "mobile.de" gehen, schränken sie zu 85,3 Prozent die Suche nach "Modell" ein, wobei für die favorisierten Modelle eine Mehrfachauswahl möglich ist. Die BMW 3er-Reihe liegt mit 4,74 Prozent aller Nachfragen an der Spitze, gefolgt vom VW Golf mit 4,35 Prozent.

Zu einer etwas detaillierteren Betrachtung der aktuellen Gebrauchtmarkt-Trends gelangt der Restwerteexperte Schwacke, und stellt fest: Mit Mittelklasse-Fahrzeugen ist kein zufriedenstellender Umsatz zu erzielen. Allein im Mai hat dieses Pkw-Segment in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von 20 Prozent hinnehmen müssen. Das drückt auch die Gebrauchtwagen-Preise.

Am stärksten hat es nach Feststellung der Marktbeobachter von Schwacke den Ford "Mondeo" getroffen, der nach drei Jahren und mit 60.000 Kilometern auf dem Tacho nur noch einen Restwert von 39,6 Prozent besitzt. Den besten Werterhalt versprechen der "3er" von BMW und der Audi "A4": Deren Restwerte kommen nach drei Jahren noch auf 55,5 Prozent beziehungsweise 50,5 Prozent des Neupreises.

Der durchschnittliche Restwert für Dreijährige in diesem Marktsegment, in dem 77 Prozent der Neufahrzeuge als Dienst- und Mietwagen zugelassen werden, beträgt 49,3 Prozent; ihm kommt der Mazda "6" mit 48,3 Prozent näher als die Mercedes-Benz C-Klasse, für die Schwacke 46,3 Prozent ausweist.

(mit Material von MID, KBA,VDIK und dpa)

Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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mid  
Motor-Informations-Dienst / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Absatz bleibt schwach: Autokäufer, verzweifelt gesucht"

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  • Wer soll sich bei den Preisen noch ein neues Auto mit einer einigermaßen guten Ausstattung leisten ?

  • Wieder einmal "Nur Heiße Luft" Die "Absatsflaute ist politisch gewollt. Sie wurde durch die Abwrackprämie. Alte Autos in Schrott neue auf die Straße. Alles klar.

  • Schön, wenn es so wäre, ist es leider aber nicht!

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