Absatzrekord: Tesla übertrifft die eigenen Ziele

Absatzrekord
Tesla übertrifft die eigenen Ziele

Der Elektropionier veröffentlicht neue Rekordabsätze seines Model S. In Deutschland läuft es bisher nicht gut, Besserung soll aber in Sicht sein. Am Aktienmarkt wurde das mit Wohlwollen aufgenommen.
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Detroit Die schlechten Nachrichten schienen sich zu häufen: Zwei Mal ging das Model S, die Luxuslimousine von Elektroautopionier Tesla, in Flammen auf - bis die Batteriebrände auch die US-Behörden auf den Plan riefen. Vor wenigen Tagen musste das kalifornische Unternehmen auch noch 29.000 Auflade-Adapter wegen Überhitzungsgefahr zurückrufen.

Doch die Kunden scheint das nicht zu stören. Auf der Automesse in Detroit verkündete Jerome Guillen, bei Tesla verantwortlich für den globalen Vertrieb, einen neuen Rekordabsatz. Ganze 6900 Fahrzeuge lieferte das Unternehmen im vierten Quartal 2013 aus, zwanzig Prozent über den selbstgesteckten Vorgaben. So soll es 2014 weitergehen, sagte Guillen und sprach vom „Wachstum ohne Wenn und Aber“. Die Aktie von Tesla sprang nach der Verkündigung um 15 Prozent nach oben.


Wenig gut scheint es in Deutschland zu laufen, wo Tesla seit vier Monaten das Model S anbietet. Gefragt nach Berichten über einen schleppenden Absatz in dem Schlüsselmarkt, stritt Guillen diese nicht ab. Allerdings sei baldige Besserung in Sicht, Tesla würde jetzt Showräume und Servicezentren eröffnen und ein Netz von Schnellauflade-Stationen in Betrieb haben.

Auf der Strecke von Amsterdam bis Genf können Tesla-Fahrer gratis rund 80 Prozent der Batterie in einer halben Stunde wiederaufladen. Auch gäbe es laut Guillen jetzt Finanzierungspakete für den Kauf eines Model S, der je nach Ausstattung und Batteriestärke ab 71 000 Euro kostet. Mit einem neuen Leasingangebot soll der Absatz auch in Europa Fahrt aufnehmen.

Rückenwind ist auch durch die Erweiterung der Modellpalette zu erwarten: Noch in diesem Jahr will Tesla die Produktion des Model X aufnehmen. Für das dritte Modell des Elektropioniers, ein SUV-Crossover, liegen bereits 6000 Bestellungen vor. Preislich und technisch soll sich der Siebensitzer mit Flügeltüren auf dem Niveau des Model S bewegen. Im Gegensatz zu anderen Herstellern kommt Tesla auf eine rein elektrische Reichweite von bis zu 480 Kilometern.

Der Autor ist Managing-Editor des Handelsblatts in den USA. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Thomas Jahn
Handelsblatt / Korrespondent New York

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  • Ist jedenfalls mehr als bemerkenswert, was ein Automobil Neuling und kleines Unternehmen innerhalb kurzer Zeit bewerkstelligt hat.

    Jahrzehntealte, etablierte Weltkonzerne verkaufen uns weiterhin Technik von gestern, in Kooperation mit der Ölindustrie.

    Auch im Automobilsektor alles eine gewaltige Volksverdummung.

    Seltsam, dass Tesla nicht bereits verhindert wurde.

  • Tesla...auch so ein Schöngeist ohne wirtschaftliche Basis wie Windreich, Solarworld, Prokon und wie Sie alle aus der sog. Erneuerbaren Energie (Batterie) Branche heißen!

  • Sie bezahlen in Deutschland 19% MwSt. in den USA gibt es je nach Staat lediglich eine Zulassungsgebühr von ca. 3 bis 6% . Aber die 19% auf ALLES , außer auf Menschennahrung zahlen wir doch gern. Das ist zum Teil Rettungsgeld! Ist es nicht ein schönes Gefühl , sich hier ein neues Auto für ca. 50 k € zu kaufen und mit fast 20 % davon den Staat zu unterstützen damit dieser die Welt retten kann?

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