ACAC kritisiert Abkassieren der Wochenendreisenden
Freitags ist der Sprit am teuersten

Autofahrer müssen freitags für Sprit deutlich mehr zahlen als an den anderen Wochentagen. Nach einer am Montag veröffentlichten Studie des ADAC sind die Preise an der Tankstelle zu Wochenbeginn dagegen im Schnitt am niedrigsten. Benzin und Diesel kosteten im vergangenen Jahr an Montagen mehr als drei Cent weniger als an Freitagen.

ap FRANKFURT/M. Die Untersuchung zeige, dass die Mineralölkonzerne vom meist höheren Verkehr zum Start ins Wochenende profitieren wollten, teilte der Autovclub mit. "Dies führt – insbesondere auch bei Ferienreisewellen – oftmals zu einem regelrechten Abkassieren der Autofahrer", schrieb der Autoclub, der die durchschnittlichen Tagesspritpreise des gesamten vergangenen Jahres ermittelte.

Die Daten zeigten aber auch, dass der Wettbewerb insgesamt funktioniere und die Preise nach einer Anhebung auch rasch wieder fallen könnten. An Montagen lagen die Preise nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung im Schnitt rund zwei Cent niedriger als an den anderen Wochentagen.

Ein Liter Benzin kostete der ADAC-Studie zufolge im vergangenen Jahr zu Wochenbeginn durchschnittlich 1,370 Euro, am Freitag mit 1,402 Euro 3,2 Cent mehr. Der Dieselpreis lag am Montag bei 1,305 Euro, freitags bei 1,336 Euro. Zweitteuerster Wochentag sei der Mittwoch, zweitbilligster der Sonntag.

Der ADAC rät Autofahrern deshalb, die Preisentwicklung an den Tankstellen ständig im Blick zu behalten und zu tanken, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt.

Autofahrer müssen vor Ostern wieder mit leicht steigenden Spritpreisen rechnen

Autofahrer müssen sich in dieser Woche auf steigende Spritpreise einstellen. Dies habe jedoch nichts mit den anstehenden Ostertagen zu tun, sagte der Chefredakteur des Energieinformationsdienstes (EID) Rainer Wieck. „Wir haben vor Ostern keine andere Situation als in anderen Wochen auch: Die Preise folgen weiterhin dem Mechanismus, wie entwickelt sich der Ölpreis“, fügte Wieck hinzu. Und der Ölpreis steigt derzeit.

Bei einem Vergleich aller 27 Euro-Staaten gehöre die Bundesrepublik bei den Gewinnmargen zu den Schlusslichtern. „Weniger wird nur im schwedischen Tankstellengeschäft verdient“, sagte Wieck. Daher gebe es in Deutschland einen sehr starken Wettbewerb, bei dem jeder Mineralölkonzern bei der Bewegung eines Konkurrenten schnell nachziehe: „Deswegen haben wir jede Woche mehrere Preiserhöhungen und -senkungen.“

Ölpreis stieg über 53 Dollar

Am Montagmittag kostete ein Liter Super nach Angaben aus der Mineralölbranche im bundesweiten Durchschnitt 1,22 Euro. Für Diesel mussten Autofahrer durchschnittlich 1,05 Euro je Liter bezahlen. Damit lagen die Preise unter den Höchstständen von März: Am 27. März wurde demnach der höchste Tagesdurchschnitt mit 1,25 Euro für Super und 1,08 Euro für Diesel registriert. Die niedrigsten Tagesdurchschnittspreise wurden am 16. März erreicht, mit 1,16 Euro für Super und 0,97 Euro für Diesel.

Die leicht steigende Tendenz ist der Branche zufolge mit der Entwicklung der Produktpreise zu erklären: So habe eine Tonne Super Anfang März in Rotterdam 320 Euro gekostet, jetzt liege der Preise bei 360 Euro.

Der Ölpreis an der New Yorker Rohstoffbörse stieg am Montag leicht: Ein Barrel Leichtöl kostete zeitweise 53,17 Dollar und damit 66 Cent mehr als am Freitag. Seit Februar steigt der Preis wieder - damals kostete ein Barrel Rohöl weniger als 35 Dollar.

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