ADAC-Test
Marken-Winterdiesel ist verbesserungswürdig

2012 sind viele Selbstzünder auch mit Winterdiesel liegen geblieben. Die Gründe können laut ADAC in praxisfernen Tests des Kraftstoffs im Labor und zum Teil in schwachen Filterheizungen der Autos liegen.
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MünchenDer Winterdiesel soll seinen Dienst bis zu minus 20 Grad anstandslos verrichten, das versprechen die Tankstellenbetreiber. Das heißt: Der Kraftstofffilter darf nicht durch ein Ausflocken des Kraftstoffs, das sogenannte "Versulzen", verstopfen. Dennoch sind im vergangenen Jahr viele Diesel-Fahrzeuge liegen geblieben. Daher hat der ADAC jetzt einen Test mit Winterdieseln von Shell, Aral, Total und Agip durchgeführt.

Die von den Mineralölgesellschaften angegebenen Werte bezüglich der Kältetauglichkeit sind dabei im Praxistest teilweise stark abgewichen. Die Gründe dafür, dass die Winterdiesel bei den angegebenen Temperaturen nicht fließfähig blieben, resultiert aus praxisfernen Tests der Kraftstoffe im Labor und zum Teil schwachen Filterheizungen der Autos.

Alle getesteten Kraftstoffe erfüllen laut Laboranalyse die Anforderung einer Kältetauglichkeit bis -20 Grad ohne Mühe. Shell verspricht hier einen problemlosen Betrieb bis -23 Grad, Aral bis -26 Grad, Agip bis -26 Grad und Total gar bis -31 Grad.

Im Praxistest mit einem Opel Insignia haben die Winterdiesel von Total und Aral aber schon bei -19 Grad nicht mehr funktioniert, die Produkte von Shell und Agip haben bis -22 Grad durchgehalten.

Die Abweichungen sind also zum Teil beträchtlich. Hier fordert der Verkehrsclub ein neues Messverfahren, das die Werte genauer ermittelt. Die Temperatur, bis zu der Winterdiesel einsatzfähig ist, hängt aber auch beträchtlich vom verwendeten Fahrzeug, beziehungsweise von dessen Filterheizung ab.

So haben die Tester den Shell-Kraftstoff auch in einem VW Golf getestet. Hier hat der Winterdiesel bis -28 Grad durchgehalten.

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