ADAC
Wer teuer kauft, wird leichter enttäuscht

Bei der Kundenzufriedenheit können deutsche Automarken auf ihrem Heimatmarkt weiterhin nicht mit der Konkurrenz aus Japan mithalten. Einzige Ausnahme ist der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche, der in einer aktuellen Umfrage des Automobilclubs ADAC den ersten Rang einnimmt.

HB HAMBURG. Dahinter folgen die japanischen Automarken Subaru, Vorjahressieger Toyota und Honda, Mazda und Mitsubishi. Die Nobelmarke Mercedes-Benz von Daimler-Chrysler landete fast am Ende der Liste der insgesamt 34 Marken gelandet - nur VW, Land Rover und der Kleinwagen Smart hätten schlechter abgeschnitten, teilte der Autmobilclub das Ergebnis einer Umfrage unter 54 000 Lesern der Mitgliederzeitschrift ADAC-Motorwelt mit.

Unter den deutschen Marken habe - abgesehen von Porsche - der Münchener Autobauer BMW auf Rang zwölf am besten abgeschnitten. Opel verbesserte sich gegenüber 2004 um sechs Plätze. Audi belegte den Angaben zufolge einen mittleren Platz.

Zufriedenheit keine Frage technischer Vollkommenheit

Der ADAC wies darauf hin, dass die Zufriedenheit der Kunden mit ihrem Auto nicht in erste Linie von technischer Vollkommenheit und Luxus abhänge. „Fahrer eines einfachen und preiswerten Autos haben entsprechend minimalistische Erwartungen und sind vollauf zufrieden, wenn es zuverlässig funktioniert.“

Andererseits sei derjenige, der sich ein teures Auto kaufe, „offensichtlich schon bei der kleinsten Störung in seinem Anspruchsdenken enttäuscht“, teilte der Automobilclub mit.

Mercedes wies darauf hin, dass die Kundenzufriedenheit nur zu 15 Prozent in den von der Branche mit größer Aufmerksamkeit verfolgte Automarkenindex „AutomarxX“ einfließe. In dieser Studie habe Mercedes den ersten Platz zurückerobert. In die Berurteilung für den zweimal jährlich erscheinenden „AutomarxX“ fließen Angaben zu Pannenstatistik, Kundenzufriedenheit, Markt-Stärke, Produktstärke und Fahrzeugqualität, Werbeausgaben, Zulassungszahlen sowie eine Bewertung technischer Innovationen ein.

Deutsche Autohersteller landen seit längerem in der Zufriedenheit ihrer Kunden abgeschlagen hinter der japanischen Konkurrenz. Dazu haben in der Vergangenheit oft Qualitätsmängel beigetragen. Deutsche Konzerne unternehmen derzeit große Anstrengungen, um das schlechte Image abzustreifen.

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