Ära Ghosn
Renault zeigt neuen Hoffnungsträger

Vorhang auf für die neuen Renault-Modelle: Nach mehr als einem Jahr ohne echte Neuheiten rollen bald die ersten Autos der Ära Carlos Ghosn vom Band. An ihren Absatzerfolgen wird sich der Auto-Manager messen lassen müssen.

PARIS. Am gestrigen Dienstag stellte der französische Hersteller die ersten offiziellen Fotos seines neuen Mittelklasse-Wagens Laguna vor. Der Verkauf soll im Oktober beginnen. Am 15. Juni fällt bereits der Startschuss für den Verkauf des neuen Kleinwagens Twingo, für den das Top-Model Laetitia Casta die Werbetrommel rührt.

Die Absatzerfolge der neuen Autos werden mit der Lupe untersucht werden. Denn es sind die ersten Fahrzeuge, die unter der Verantwortung des Renault-Chefs Carlos Ghosn entwickelt worden sind. Vor allem auf den neuen Laguna setzt Ghosn große Hoffnungen: Der Wagen soll in Sachen Qualität „mit den besten drei seiner Klasse“ mithalten können, versprach er. „Der Erfolg des Wagens hat also Symbolcharakter für Ghosn“, meint Philippe Barrier, Auto-Analyst der Société Générale.

Die Qualitätsziele für den neuen Laguna hat der Renault-Chef explizit in seinem „Contrat 2009“ aufgeführt. Dieser Mehrjahresplan sieht unter anderem vor, bis zum Jahr 2009 die Ebit-Marge von 2,5 Prozent (2006) auf sechs Prozent zu erhöhen und den Auto-Absatz um 800 000 Fahrzeuge zu steigern. Zudem will Renault 26 Modellneuheiten in diesem Zeitraum auf den Markt bringen.

Absatzziele für die neuen Autos nennt Renault bewusst keine. Analysten rechnen damit, dass der neue Laguna zwischen 180 000 und 200 000 Käufer pro Jahr finden wird. Das mag bescheiden wirken, denn in seinem besten Jahr wurden vom alten Laguna 275 000 Stück verkauft. BMW setzte von seiner 3er Reihe vergangenes Jahr knapp 290 000 Autos ab, dabei ist der 3er bereits einige Jahre auf dem Markt.

Statt hohe Volumina in den Markt zu drücken, will Renault mit dem neuen Laguna vor allem aber beweisen, bei der Qualität und der Ausstattung mit den Besten des Marktes mithalten zu können. Die Franzosen wissen, dass sie wegen der Probleme des Vorgänger–Modells „Kundenvertrauen zurückerobern müssen“, räumt selbst ein Renault-Sprecher ein. Der alte Laguna fiel zu Beginn mit Elektronik-Mängel negativ auf. Im Zuge dessen rutschten die Absatzzahlen auf jüngst nur noch 73 000 Stück ab.

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