Ärger schon vorher vermeiden
Fallstricke bei Urlaubsfahrten mit Auto und Tier

Eine bequeme Art zu Reisen ist die Fahrt mit dem Auto, vor allem wenn Kinder, viel Gepäck und vielleicht noch der Hund mitfahren sollen. Doch kann vor allem die Fahrt ins Ausland kann Probleme mit sich bringen. Eine gute Vorbereitung ist ratsam.

DÜSSELDORF. Wer mit dem eigenen Auto verreisen will, sollte sich einen Auslandsschutzbrief zulegen. Hierdurch sind Kosten abgedeckt, die entstehen, wenn der Wagen wegen eines Unfalls nicht mehr fahrbereit ist oder das Auto gestohlen wurde. Übernachtungs- und Rückreisekosten lassen sich hiermit minimieren.

Der Schutzbrief-Inhaber ist nicht gezwungen, seinen defekten Wagen am Urlaubsort reparieren zu lassen: Der Autoschutzbrief ermöglicht den kostenlosen Rücktransport des Fahrzeugs in die Heimat. Liegt der Urlaubsort weit entfernt, sollte diese Option bei einem Unfall in Anspruch genommen werden. Ist die Reparatur nämlich mangelhaft, lassen sich von Deutschland aus Ansprüche gegen die ausländische KFZ-Werkstatt nur schwer durchsetzen. Auslandsschutzbriefe werden von Automobilclubs und den meisten Versicherungen angeboten.

Bei Unfällen im EU-Ausland

Das Formular zum "europäischen Unfallbericht" sollte in jedem Fall mit auf die Reise gehen. Das Papier ist in 6 Sprachen abgefasst und wird von allen europäischen Versicherungen akzeptiert.

Wer nach Italien oder Spanien will, muss zusätzlich eine gelbe oder rote Warnweste einpacken, die der EU-Norm EN 471 entspricht. Diese Weste müssen Fahrer und Beifahrer immer tragen, wenn sie bei einer Panne das Fahrzeug außerhalb geschlossener Ortschaften, nachts oder bei schlechter Sicht verlassen. Sollte man keine Weste dabei haben und ertappt werden, wird in Italien ein Bußgeld von bis zu 138 Euro fällig. In Spanien tritt diese Regelung am 24. Juli in Kraft. Wer danach ohne Warnweste erwischt wird, zahlt bis zu 91 Euro Strafe.

Die Schadenabwicklung bei Unfällen innerhalb Europas wurde mit dem Inkrafttreten der Kraftfahrt-Haftpflicht-Richtlinie erheblich vereinfacht. Kern dieser Regelung ist, dass jede Haftpflichtversicherung in Europa einen Schadenregulierungsbeauftragten in allen anderen Ländern benennen muss.

Die Aufgabe des Regulierungsbeauftragten ist es, an Stelle des Geschädigten mit der gegnerischen Versicherung Kontakt aufzunehmen. Sie ist verpflichtet, mit dem Unfallgegner innerhalb von drei Monaten ein Schadenersatzangebot auszuhandeln. Somit entfallen eigene Verhandlungen und Briefverkehr in einer Fremdsprache. Reicht das Angebot dem Geschädigten nicht, so kann er wie bisher seine Ansprüche einklagen. Name und Kontaktdaten der Regulierungsbeauftragten können beim Zentralruf der Autoversicherer (Tel.: 0180-25026) abgefragt werden.

Treten Probleme mit dem Regulierungsbeauftragten oder der gegnerischen Versicherung auf, kann der Geschädigte sich auch an die Verkehrsopferhilfe in Hamburg wenden (Tel.: 040/ 301800). Diese nationale Entschädigungsstelle muss auch einspringen, wenn der ausländische Versicherer keinen Schadenregulierungsbeauftragten benannt hat.

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