Aktuelle Rechtsprechung: Wer auf die Autobahn will, muss notfalls warten

Aktuelle Rechtsprechung
Wer auf die Autobahn will, muss notfalls warten

An Autobahnenauffahrten gehört es zum Verkehrsalltag, dass Fahrzeuge im so genannten Reißverschlussverfahren in den fließenden Verkehr einfädeln. Zu beachten ist aber, dass für die durchgehenden Fahrbahnen stets Vorfahrtsrecht gilt.

dpa/gms KÖLN/NÜRNBERG. Die Deutsche Anwaltshotline in Nürnberg macht auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Köln aufmerksam: Demnach haben die durchgehenden Fahrbahnen haben auf einer Autobahn stets Vorfahrt. Die Beschleunigungsstreifen gehören nicht dazu, auch nicht bei einem Stau.

In dem entschiedenen Fall hatte sich ein PKW-Fahrer von der Beschleunigungsspur aus in den zäh fließenden Verkehr auf der Autobahn fädeln wollen. Als er versuchte, sich vor einen LKW einzuordnen, fuhr der Truck auf den PKW auf, es entstand ein Schaden von 1 700 Euro.

Der PKW-Fahrer blieb zu Recht auf seinem Schaden sitzen: Auf einer Autobahn sei der einfahrende Verkehr stets wartepflichtig, so die Richter.

Aktenzeichen:
16 U 24/05

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