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Alles, nur kein weibliches Image: Reine „Frauen-Autos“ haben es sehr schwer

Weibliche Kundschaft Quelle: dpa
Frauen als Gefahr fürs Markenimage? Weibliche Kundschaft wird zwar für die Autohersteller immer wichtiger. (Bild: dpa/tmn) Quelle: dpa

dpa/tmn KREFELD. Der Filmtitel „weiblich ledig jung sucht“ könnte bezogen auf die Autoindustrie heißen: „weiblich kaufkräftig jung gesucht“. Denn Frauen sind eine wichtige Käufergruppe. Schon jetzt sind ein Drittel aller PKW-Halter weiblich - Tendenz steigend.

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Und so haben die Hersteller Frauen als Zielgruppe im Blick - nur sagen sie das nicht. Denn ein auf weibliche Kundschaft abgestimmtes Produkt, gar ein Frauenauto, droht zu floppen. Und so werden Frauen zwar in die Entwicklung einbezogen. Aber ganz heimlich, damit es bloß keiner merkt.

„Man darf niemals den Fehler machen, ein Auto als Frauenauto zu präsentieren“, sagt Konrad Weßner, Geschäftsführer der plus Marktforschung in Schwaig bei Nürnberg. Weder Männer noch Frauen wollten ein solches Modell. Doris Kortus-Schultes bestätigt das: „Wir wissen nicht, was ein Frauenauto ist. Wir wissen nur, dass es ziemlich unsexy ist“, erklärt die Professorin vom Kompetenzzentrum Frau und Auto an der Hochschule Niederrhein in Krefeld.

In manchen Autowerbungen sitze gelegentlich auch eine Frau am Steuer. „Dann hat der Hersteller Frauen als Zielgruppe besonders im Blick“, sagt Nick Margetts vom Marktbeobachter Jato Dynamics in Limburg. Allerdings sei selbst diese Werbung verzerrt: Auch dort fahre längst nicht so oft eine Frau, wie in der Realität. Für Doris Kortus-Schultes liegt das an der Rolle des Autos: Für Männer sei das Auto zur Inszenierung ihrer Männlichkeit sehr wichtig. Ein Auto, dass Frauen zugeordnet wird, könne das nicht leisten. Frauen wiederum assoziierten mit dem Begriff Frauenauto ein Klischee, „und damit wollen sie nichts zu tun haben“.

Die Hersteller werben damit, Autos für alle zu bauen. „Frauen und Männer haben die gleichen Kaufgründe, vor allem die jungen. Deshalb brauchen wir kein geschlechtsspezifisches Design und Marketing“, sagt zum Beispiel Maria Gregner, Designerin bei Mazda Europe in Frankfurt/Main. Und auch die BMW-Marke Mini in München erklärt, dass der Mini zwar gern von Frauen gefahren werde. Beim Konzept hätten Frauen aber keine besondere Rolle gespielt.

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