Allradantrieb serienmäßig elektronisch gereglt
Opel Antara: Rückkehr auf die Buckelpiste

dpa/gms RÜSSELSHEIM. Opel meldet sich auf der Buckelpiste zurück: Mehr als zehn Jahre nach dem Frontera reagiert das Unternehmen auf den anhaltenden Trend zum „Sports Utility Vehicle“ (SUV) und bringt deshalb den Antara in Stellung.

Der indirekte Erbe des Frontera kommt in der ersten Dezemberhälfte auf den Markt und wird mindestens 26 850 Euro kosten. Zum Start gibt es zwei Benziner mit 103 kW/140 PS beziehungsweise 167 kW/227 PS und einen 110 kW/150 PS starken Diesel.

Im Gegensatz zum Frontera ist der Antara aber kein waschechter Geländewagen, sagt Marketing-Chef Alain Visser: Er sei „ein Auto für alle Gelegenheiten“ und vor allem für die Straße und die Stadt gedacht. Damit komme Opel den Wünschen der Kunden nach. Sie wollen heute nach Vissers Worten ein „fahrdynamischeres und komfortableres“ Auto, das gleichzeitig die Optik und die Vorteile eines Offroaders bietet. Dabei verweist Visser auf die hohe Sitzposition, den großen Innenraum mit fünf Sitzen und 370 bis 1 420 Litern Ladevolumen sowie auf die „Gewissheit, bei allen Bedingungen gut voran zu kommen“.

Auch technisch seien der Frontera und der Antara deshalb nicht zu vergleichen, sagt Projektleiter Wilhelm Reinheimer: „Statt eines Leiterrahmens gibt es nun die selbsttragende Karosserie eines PKW.“ Außerdem sei der serienmäßige Allradantrieb elektronisch geregelt. Integriert in die ESP-Steuerung, lasse er den Antara im Normalfall als Fronttriebler laufen und verringere damit den Verbrauch. Erst bei schwindender Traktion würden maximal 50 Prozent der Antriebskraft an die Hinterräder weitergeleitet.

Zwar registrieren Marktforscher wie Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen im Geländewagen-Mutterland USA eine langsame Abkehr zumindest von den großen SUV. Doch in Europa, wo die Fahrzeuge traditionell eine Nummer kleiner sind, erwarten sie weiteres Wachstum: „In Deutschland haben die SUV an den PKW-Zulassungen einen Anteil von 6,4 Prozent, der bis zum Jahr 2010 auf fast zehn Prozent steigen wird“, prognostiziert der Experte. In Westeuropa wurden im Jahr 2000 rund 602 000 SUV zugelassen. Dieses Jahr wird der Markt laut Dudenhöffer knapp an der Millionengrenze kratzen und bis 2008 um noch einmal um gut 25 Prozent größer werden.

Da Opel sich in diesem bislang vor allem von asiatischen Anbietern dominierten Segment als erster europäischer Volumenhersteller sieht, soll der Antara laut Visser „auf dieser Bühne zu einem Hauptdarsteller avancieren“. Damit rückt er doch wieder näher an den Frontera. Schließlich war dieser Geländegänger, der zwischen 1991 und 2003 knapp 300 000 Mal gebaut wurde, dem Hersteller zufolge in Deutschland fünf Jahre lang die Nummer eins in seinem Segment.

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