Alternativen zu Benzin und Diesel immer mehr gefragt
Rasante Zuwachsraten bei alternativen Antrieben

dpa HAMBURG. Angesichts hoher Kraftstoffpreise gewinnen Alternativen zu Benzin oder Diesel beim Autofahren nach an Boden. Das berichtet der ADAC in Hamburg. Nach der Statistik waren zu Beginn des Jahres rund 71 000 Autogas- und Erdgasautos in Deutschland zugelassen, ein Anstieg um rund 50 Prozent zum Vorjahr. „Wer seinen Wagen umrüsten will, setzt eher auf Autogas, beim Neukauf geht der Trend zum Erdgas“, sagte ADAC- Expertin Andrea Gärtner.

Autos, die mit Biodiesel oder Pflanzenöl betreiben werden, seien eher Nischenerscheinungen. Das gelte auch für die so genannten „Alkohol-Autos“, die mit Ethanol betrieben werden. „Wer ein neues Auto kauft, das ohne normales Benzin betrieben werden soll, hat beim Erdgasauto einfach die größte Auswahl“, sagt Gärtner. Knapp zwanzig Fahrzeugtypen würden von verschiedenen Herstellern als Erdgasauto serienmäßig angeboten oder noch 2006 auf den Markt kommen. Der Aufschlag bei der Neuanschaffung im Vergleich zum Benziner liege je nach Fahrzeugtyp zwischen 2 200 und 4 000 Euro.

Gespart wird Gärtner zufolge bei den Kraftstoffkosten und der Steuer. Der Preis für Erdgas liege rund 30 Prozent unter dem für Normalbenzin. „Wer viel fährt, kann viel Geld sparen“, sagt Gärtner. Im günstigsten Fall hat man die Mehrkosten beim Erdgasauto für die Neuanschaffung nach rund 50 000 Kilometern wieder heraus. Rund 30 Erdgasautos setzt der ADAC selbst bei der Straßenwacht ein.

Wer seinen alten Wagen auf alternative Treibstoffe umrüsten will, setzt Gärtner zufolge häufig auf so genanntes Autogas. Kostenpunkt für den Umbau: zwischen 1 800 und 3 500 Euro. „Der Tank ist einfach kleiner als etwa beim Erdgas, sagt die Expertin. Zu einer bestimmten Treibstoff-Variante will sie niemanden raten. „Das kommt sehr auf die persönliche Situation an.“

Problematisch sei das noch dünne Tankstellennetz. „Wer wenig fährt und außerdem noch 40 Kilometer bis zur nächsten Erdgas-Tankstelle zurücklegen muss, spart eher nicht“, sagt Gärtner. Bundesweit gibt es etwa 650 Erdgas-Zapfstellen und rund 1 000 Tankstellen für Autogas. Außerdem ist noch in der Schwebe, wie lange die Fahrer von Autogas- oder Erdgas-Autos noch steuerlich begünstigt werden. Nach der jetzigen Regelung soll die steuerliche Begünstigung für Erdgasautos noch bis 2020 gelten, für Autogas-Fahrzeuge bis 2009.

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