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Anschaffung vor 2004: Wahlweise voller Vorsteuerabzug

Die rückwirkende Ermächtigung der Bundesrepublik zur Einführung der Vorsteuerabzugsbeschränkung durch den Rat der Europäischen Union auf den 1. April 1999 befand der Europäische Gerichtshof für europarechtswidrig und deshalb ungültig.

Da die Ermächtigung zudem bereits zum 31. Dezember 2002 ausgelaufen ist, räumt die Finanzverwaltung betroffenen Unternehmern in ihrem BMF-Schreiben vom 27. August 2004 rückwirkend gleich mehrere Wahlrechte zur Korrektur des Vorsteuerabzugs für zwischen dem 1. April 1999 und 31. Dezember 2003 angeschaffte, hergestellte, innergemeinschaftlich erworbene oder eingeführte Fahrzeuge ein.

Bei der Ausübung der Wahlrechte ist allerdings Vorsicht geboten, da der begehrte hundertprozentige Vorsteuerabzug im Gegenzug die Umsatzbesteuerung der privaten Mitbenutzung erfordert. Eine nachträgliche Korrektur dürfte deswegen - abgesehen von eventuellen Finanzierungsvorteilen - regelmäßig nur dann lohnen, wenn der Anteil der Privatnutzung unter 50 Prozent liegt.

Unbedingt zu beachten ist in diesem Zusammenhang die Anweisung der Verwaltungsvorschrift vom 27. August 2004 an die Finanzämter, den privaten Nutzungsanteil bei fehlenden Nachweisen mit mindestens 50 Prozent zu schätzen. Zur Vermeidung unnötigen Aufwands sollten Unternehmen auf komplexe Vergleichsberechnungen von vornherein verzichten, wenn eine untergeordnete Privatnutzung für den betreffenden Anschaffungszeitraum mangels geeigneter Unterlagen nicht zweifelsfrei gegenüber den Finanzbehörden nachgewiesen werden kann.

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