Astra und Adam
Opels Ende der Motorsportabstinenz

Die Marke Opel ist nach sieben Jahren der Abstinenz zurück im Motorsport. Ab 2013 geht es zweigleisig weiter mit Rennen und Rallyes für den Astra OPC und den Adam. Dabei stehen Kundensport und der Nachwuchs im Fokus.
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Rüsselsheim„Motorsport ist Teil unserer Tradition. In der strategischen Neuausrichtung unseres Unternehmens spielt der Rennsport eine wichtige Rolle“, sagte Dr. Thomas Sedran, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG bei der Vorstellung der neuen Motorsport-Aktivitäten. Die GM-Tochter fährt dabei zweigleisig. Mit einer weiterentwickelten, rennfertig angebotenen Motorsportversion des Astra OPC wendet sie sich an Breitensportler, die in der erfolgreichen Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife an den Start gehen wollen. Es wird dort eine eigene Klassenwertung für Fahrer der Astra OPC geben, und Opel wird die erfolgreichsten Piloten mit einem eigenen Preisgeldsystem belohnen.

Auf dem Rallyesektor, der außerhalb Deutschlands in vielen Ländern einen höheren Stellenwert genießt als die Rundstreckenrennen, wird Opel mit dem neuen Adam aktiv. Eine 140 PS starke Cup-Version mit 1,6-Liter-Motor wird einsatzfertig für 25 000 Euro angeboten. Zusätzlich zu attraktiven Erfolgsprämien gibt es eine Junior-Sonderwertung für Piloten bis 27 Jahre. Nach einer Sichtung der besten Junioren erhält der Sieger aus dem 100 000 Euro umfassenden Gesamt-Preisgeldtopf eine Förderung für die Saison 2014.

Auf dem Rallyesektor kooperiert Opel mit dem ADAC, bei dessen insgesamt zehn Läufe umfassender Rallye-Masters-Serie eine eigene Adam-Cup-Klasse ausgeschrieben wird. Erklärtes Ziel dieser Zusammenarbeit ist es nicht nur, ein europaweit einsetzbares Nachwuchs-Rallyeauto samt Teileservice anzubieten, sondern auch gemeinsam eine Bühne „für ambitionierte und talentierte Nachwuchsfahrer zu schaffen“ wie ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk betonte.

Die Hoffnung auf die mögliche Entdeckung eines neuen Walter Röhrl war bei der Vorstellung dieses Programms unübersehbar präsent – nicht ohne Grund, denn Röhrl hatte 1974 mit einem Europameistertitel auf dem Opel Ascona A seinen internationalen Durchbruch geschafft und mit dem Ascona 400 1982 den WM-Titel errungen.

Wie sehr man auch in der Rundstrecken-Szene auf die Fortsetzung der Opel-Aktivitäten im Motorsport gewartet hat, zeigt die Tatsache, dass alle Astra OPC in Cup-Version, die das damit beauftragte Unternehmen Kissling Motorsport bis zum Saisonbeginn 2013 bauen kann, noch vor der offiziellen Bekanntgabe des neuen Programms zum Stückpreis von rund 47 000 Euro bereits verkauft waren. Die Marke – 1996 Weltmeister in der ITC Serie mit einem allradgetriebenen 420-PS-Calibra und mehrfach zahlenmäßig stärkste Marke im Starterfeld des 24-Stundenrennens – knüpft damit an eine große Vergangenheit an. Mit dem neuen Sportförderprogramm legt sie sich gegenüber den Teilnehmern auf zunächst mindestens drei Jahre fest.

 

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