Audi bringt im September den A3 Sportback zeitgleich mit dem neuen 1er von BMW
Angriff auf die „Golf-Generation“

Der Konkurrenzkampf in der Golf-Klasse wird immer härter. Nicht zuletzt weil Volkswagen sein neuestes Modells in der Kompaktklasse preislich zu hoch positionierte – der neue Golf aber mit dem biederen Design den höheren Ansprüchen der Kunden nicht gerecht wird.

MÜNCHEN. Was für Volkswagen ein Problem darstellt, ist für die Tochter Audi und deren Konkurrenten BMW und Mercedes ein Segen. Denn so wird das Premium-Segment in dieser Fahrzeugklasse wirtschaftlich immer interessanter. Schnelle Kompaktwagen mit edlen Gestaltungsmöglichkeiten und Preisen jenseits der 20 000 Euro bedeuten gleichzeitig höhere Margen für die Hersteller. Hier ist nur noch die Fahrzeuggröße mit dem Volkswagen vergleichbar. Die Hersteller bieten eine Ausstattung, die sonst nur in der oberen Mittelklasse zu haben ist, sowie Motorvarianten teilweise über 200 PS an. Ziel ist bei Herstellern wie Audi, Mercedes und BMW, Kunden zu bedienen, die einen kleinen aber anspruchsvollen Wagen fahren wollen, mit dem man sich auch sehen lassen kann. Diese begehrte Klientel ist bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen.

Das Segment ist so attraktiv, dass BMW im September mit dem neuen 1er erstmals den ernsthaften Vorstoß in die Kompaktklasse wagt. Mercedes hat seine A-Klasse aufgepeppt und Audi kommt mit seinem neuen A3 Sportback-Konzept. „Die Ingolstädter können für sich beanspruchen, 1996 das Premiumsegment in der Kompaktklasse mit dem A3 erst eröffnet zu haben“, sagt Autoanalyst Georg Stürzer von der Hypo-Vereinsbank. Vom ersten A3 wurden in sieben Jahren 900 000 Fahrzeuge bis zum Modellwechsel 2003 verkauft.

Der neue A3 Sportback ist eine um 83 Millimeter verlängerte Version des A3 mit fünf Türen und neuem Design. Bewusst nennt Audi den Neuen nicht Kombi. Denn die Verlängerung im Heck von 68 Millimeter bringt nur ein um 20 Liter größeres Kofferraumvolumen, das mit 370 Litern nicht gerade üppig ausfällt. Zum Heck abfallende Linien und schmaler werdende Scheiben, sollen bei dem Lifestyle-Laster einen Kombi- Eindruck erst gar nicht aufkommen lassen. Das Heck – bei BMW häufig ein Problem – ist beim A3 elegant. Aber das durfte man von Ex-Alfa- Romeo-Designer Walter de Silva auch erwarten. Sein Sportback-Konzept erinnert an sein Erfolgsauto Alfa 156 Sportwagon. Seine Handschrift ist unverkennbar und funktioniert auch bei Audi, doch die Eleganz und Harmonie des italienischen Originals bleibt unerreicht.

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