Audi RS 7 Sportback
Mit 305 km/h zu besserem Image

Mit dem RS 7 Sportback präsentiert Audi jetzt ein weiteres RS-Sportmodell in Detroit. Das fünftürige Coupé mit Vier-Liter-V8-Biturbo und 560 PS ist Teil eines ambitionierten Plans zur Absatzsteigerung.
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Ingolstadt; Detroit/USA"Bestes Jahr der Firmengeschichte“, "verkaufsstärkster Monat aller Zeiten“, "erfolgreichster Einzelmarkt“. Ob Audi, BMW, Mercedes, VW oder Porsche, mit Meldungen dieser Art werfen die deutschen Autohersteller derzeit nur so um sich – zumindest, was das USA-Geschäft angeht. Nie zuvor fuhr man so selbstbewusst zur wichtigsten Automesse in Amerika, der NAIAS (North American International Auto Show) nach Detroit (14. bis 27. Januar) und präsentierte seine Neuheiten. "Wir erleben das siebte Jahr in Folge einen Verkaufsanstieg “, sagt Matthias Wissmann, Präsident des VDA (Verband Deutscher Autohersteller), und ist zuversichtlich, dass dies noch einige Zeit so weiter geht.

Amerikas Automarkt boomt. Insgesamt kauften die US-Kunden im vergangenen Jahr fast 14,5 Millionen Fahrzeuge. Und sind damit auf gutem Wege, schon bald das Niveau von 2007 zu erreichen. Im Jahr vor der Lehman-Pleite waren es über 16 Millionen Neuzulassungen.

Den Vogel schoss 2012 Volkswagen ab – wieder einmal. Ein fettes Plus von 35 Prozent dürfen sich die Wolfsburger in ihre Bücher schreiben. Aufholbedarf entdeckt bei sich selbst die Konzerntochter Audi. Sie hat für Detroit ein Auto im Gepäck, auf das wir zu Hause vergeblich warten: den SQ5 TFSI. Das Q5-Topmodell mit dem 160 kW/354 PS starken V6-Benziner ist für die USA und China gedacht.

Doch das Highlight ist das Power-Car hatte Audi-Chef Rupert Stadler den RS7 im Gepäck, 412 kW/560 PS stark und 305 km/h schnell. Das schnittige Coupé soll vor allem Audis Image in den USA weiter verbessern und Käufer für die Marke interessieren. Noch fahren in der Neuen Welt die Ingolstädter ihren Kollegen aus Stuttgart und München deutlich hinterher. Dennoch versichert Stadler, Audi in Amerika schon bald zur Nummer eins der Premiumanbieter zu machen. Ein ambitionierter Plan, der auf Schmunzeln in der Branche stößt. Audi müsste seinen Absatz mehr als verdoppeln und dabei zunächst Marken wie Lexus und Acura überholen.

Mit dem RS 7 Sportback präsentiert Audi jetzt auf der North American International Auto Show in Detroit ein weiteres RS-Sportmodell. Das fünftürige Coupé treibt ein 4,0-Liter-V8-Biturbo-Benziner mit 412 kW/560 PS an, der es via Achtstufen-Tiptronic in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 km/h beschleunigen soll. Die Höchstgeschwindigkeit ist in der Serie auf 250 km/h limitiert, gegen Aufpreis gibt es ein Dynamikpaket, das ein Spitzentempo bis zu 305 km/h zulässt. Die Preise in Deutschland dürften bei etwa 115.000 Euro starten und damit knapp unter denen des Mitbewerbers Mercedes-Benz CLS 63 AMG, der mit 410 kW/557 PS ab 116 203 Euro erhältlich ist.

Damit das Sport-Coupé seine Leistung und die 700 Nm maximales Drehmoment sicher auf die Straße bringt, ist es serienmäßig mit permanentem Allradantrieb und Mittendifferenzial ausgestattet. Um Kraftstoff zu sparen, schaltet der Motor bei geringer und mittlerer Last vier der acht Zylinder zeitweise ab. Dadurch soll der Verbrauch bei moderaten 9,8 Litern Super pro 100 km liegen.

Optisch macht der RS 7 Sportback unter anderem durch Anbauteile in mattem Aluminium, einen ausfahrbaren Heckspoiler, einen Diffusor und die elliptischen Endrohrblenden der Abgasanlage auf sich aufmerksam. Serienmäßig ist das Coupé mit 20-Zoll-Felgen ausgestattet, optional bietet Audi auch 21-Zöller an.

Für eine komfortable Fahrwerksabstimmung sorgt serienmäßig eine Luftfederung mit adaptiver Dämpfern. Alternativ können besonders sportlich orientierte Kunden auch das straffere "Sportfahrwerk plus" mit Stahlfedern und einstellbaren Dämpfern wählen. Im Innenraum erwarten den Fahrer unter anderem Sportsitze mit schwarzem Bezug aus Alcantara und Leder sowie ein Dreispeichen-Lederlenkrad. Die sportliche Note unterstreichen Rundinstrumente mit schwarzen Zifferblättern, weißen Skalen und roten Zeigern sowie Aluminium- und Kohlefaserapplikationen. Einen hohen Nutzwert beweist der RS 7 Sportback mit seinem 535 Liter bis 1 390 Liter großen Gepäckraum.

Das Multimedia- und Navigationssystem und ein Fahrer-Informationssystem halten jederzeit die wichtigsten Daten des Fahrzeugs wie etwa Ladedruck oder Öltemperatur bereit. Zur Serienausstattung zählen außerdem unter anderem Xenon plus-Scheinwerfer, Reifendruck-Kontrolle, Dreizonen-Klimaautomatik, Tempomat und eine Audioanlage. Die Liste der Assistenzsysteme ist lang. Sie reicht vom Tempomat mit Abstandsregelung über einen Parkassistenten bis zu einem Nachtsicht-Assistenten.

Kommentare zu " Audi RS 7 Sportback: Mit 305 km/h zu besserem Image"

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  • 260kW sind 354PS

  • 160kW sind nicht 354PS!!!!! Irgendwas stimmt da nicht!

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