Audi sorgt für die Hälfte des VW-Betriebsgewinns
Vom Langeweiler zur Premiummarke Nummer 1

Volkswagen-Tochter Audi entwickelt sich seit Jahren prächtig. Das einst mäßige Image ist abgestreift. Jetzt plant Chef Martin Winterkorn den Großangriff auf die Konkurrenten BMW und Daimler-Chrysler.

FRANKFURT. Audi hat sein Biedermann-Image längst abgestreift. Die neuen Modelle sind gefragt, insbesondere die "Sportback"-Variante des A3 und der A6 Variant. Das Design kommt gleichermaßen sportlich und elegant daher. Für 2006 sind weitere Modelle in der Pipeline. "Audi hat sich beständig fortentwickelt", lobt beispielsweise Ferdinand Dudenhöffer, Autoexperte an der FH Gelsenkirchen, "und sich als dritte Kraft - neben BMW und Daimler-Chrysler - im Premiummarkt der Automobilbranche etabliert."

Vor knapp 20 Jahren hätte das niemand für möglich gehalten. Audi galt als Langeweiler, die Verkaufszahlen waren mau. Außer dem Audi-Quattro rollte wenig Spektakuläres aus den Werkshallen heraus. Doch das ist lange her. Mittlerweile stammt die Hälfte des Betriebsgewinns des ersten Halbjahres beim angeschlagenen VW-Konzern von der Tochter aus Ingolstadt. Audi, das Zugpferd von VW - darüber wäre vor nicht allzu langer Zeit lauthals gelacht worden.

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Für den Monat Juli meldete der Premiumhersteller weltweit 72 800 verkaufte Autos. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Noch beeindruckender waren die Zahlen für den deutschen Markt. Auf heimischem Boden verkaufte das Unternehmen stolze 36 Prozent mehr Autos.

Für das gesamte Jahr plant Audi, mehr als 800 000 Fahrzeuge an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Im vergangenen Jahr waren es noch 779 441 Autos. Dass die Zahl in diesem Jahr übertroffen wird, ist sehr wahrscheinlich - bereits in den ersten sechs Monaten rollten 494 800 neue Automobile in die Garagen der Kunden. Es wäre der mittlerweile zwölfte Rekord in Folge. Grund genug für Audi-Chef Martin Winterkorn, einmal so richtig auf den Putz zu hauen: Bis 2010 wollen die Ingolstädter die Konkurrenten BMW und Daimler-Chrysler im Premiummarkt überflügelt haben. Möglicherweise gehören die forschen Töne zum neuen Selbstverständnis des Autoherstellers. Die eigene Position innerhalb des VW-Konzerns dürfte das Selbstvertrauen merklich gestärkt haben.

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