Audi Urban Concept
Wie einst der Kabinenroller

Design-Studien präsentieren außergewöhnliche Ideen, wie sich die Hersteller die automobile Zukunft vorstellen. Audi verzichtet bei seinem Urban Concept auf die Türen - der Zustieg erinnert an einen Nachkriegs-Klassiker.
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IngolstadtAudi hat die Studie eines City-Cars mit zwei versetzt zu einander angeordneten Sitzen vorgestellt. Der Urban Concept ist als leichtes Fahrzeug für städtische Ballungsräume konzipiert. Designerisch soll er Elemente eines Rennwagens, eines Fun-Cars und eines Stadtautos zu einer neuen Einheit verbinden. Als Antrieb dienen zwei Elektromotoren, die von einer Lithiumionen-Batterie gespeist werden.

Die 21-Zoll-Räder des Audi Urban Concept stehen frei. Die umlaufenden Schutzbleche tragen Blinkerstreifen aus LED-Lichtleitern. Das Monocoque besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), es integriert die Unterbauten der beiden Sitze.

In der Technikstudie finden zwei Personen, leicht hintereinander versetzt, Platz und sitzen sportlich tief. Alle Bedienelemente und Materialien sind auf Ultra-Leichtbaus ausgerichtet. Der Fahrer kann das Lenkrad und die Pedale auf seine Körpermaße einstellen. Die Dachkuppel ist beweglich ausgeführt und lässt sich durch Verschieben nach hinten öffnen. Der Einstieg erfolgt über die Bordwand. Das erinnert an die ungewöhnlichen Einstiegskonzepte, die deutsche Autoentwickler in der armen Nachkriegszeit bei ihren Kleinstwagen boten. Während bei der BMW "Knutschkugel" Isetta die komplette Fahrzeugfront mitsamt Lenkrad als Türe aufschwenkte, wurde in den Messerschmitt Kabinenroller ähnlich eingestiegen wie in Audis neuestes Konzept.

Kommentare zu " Audi Urban Concept: Wie einst der Kabinenroller"

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  • Das Auto mag In Kalifornien oder in der Wüste zu benutzen sein. Vielleicht auch von Garage zu Garage. Bei uns regnet es zu oft (gerade). Muss ich dann sitzen bleiben, oder ist im Boden ein Stöpsel?

  • Nicht wie einst die Isetta, die eine Türe hatte. Die Studie ist eine Anlehnung an den Messerschmitt Kabinenroller.

  • Schade nur,dass von solchen Designstudien am Ende so wenig übrig bleibt.Ich glaube ein Fahrzeug,das sich durch sein Aussehen mal deutlich von seiner Konkurrenz unterscheide,würde sich gut verkaufen.Wenn es nicht gerade ein Motorroller mit Dach wird.

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