Audi W12 L8 Security
Luxus-Panzer mit 500 PS

Ob Gewehrkugeln, Handgranaten oder Sprengladungen: Audis neues Security-Modell soll so ziemlich jedem Angriff standhalten.
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DüsseldorfFür VIPs, die besonders sicher unterwegs sein möchten, stellt die Ingolstädter VW-Markentochter Audi auf dem Genfer Autosalon (1. bis 13. März) die dritte Generation seiner zivilen Sonderschutz-Limousine vor, die, in Modellkürzeln ausgedrückt, ein A8 W12 L Security ist. Im Spätsommer kommt der Wagen dann für mindestens 400.000 Euro auf den Markt, kündigte Audi-Sprecher Eric Felber an.

Optisch unterscheidet sich die kugelsichere Variante kaum vom Serienmodell: Panzerplatten aus verschiedenen Materialien, denn die mehrschichtige Scheiben und eine selbsttragende Fahrgastzelle wurden möglichst dezent in die Langversion des A8 integriert. Eine Waage würde das Sonderschutz-Fahrzeug dagegen auf Anhieb enttarnen: Denn zu den rund zwei Tonnen Gewicht des Serienwagens kommen allein für die Innenraumpanzerung 720 Kilogramm hinzu, für Scheiben und Türen weitere 660 Kilo. Das exakte Fahrzeuggewicht hält Audi aber "aus Sicherheitsgründen" geheim.

Für den Fall eines Anschlags haben die Ingolstädter zahlreiche "Notfallhelfer" in den Wagen eingebaut: Ein automatisches Löschsystem erstickt Fahrzeugbrände, Sauerstoffkartuschen versorgen die Insassen bei einem Gasangriff mit Frischluft. Strom für diese und weitere Sicherheitsvorrichtungen liefert eine gut geschützte Extrabatterie.

Sprengsätze an den Türen

Optional kann das Auto auch mit einem Notausstiegssystem bestückt werden. Wenn der Fahrer oder der Fondpassagier einen verplombten Schalter drückt und einen der inneren Türgriffe zieht, trennen pyrotechnische Trennschrauben in den Scharnieren die Tür von der Karosserie, sie lässt sich dann mit leichtem Druck nach außen umstoßen. All diese Extras treibenn natürlich den Preis, allein die Arbeitsstunden für die Sicherheits-Extras betragen 450 Stunden.

Die tonnenschwere Fuhre bringt ein Zwölfzylindermotor ins Rollen, der aus 6,3 Litern Hubraum 500 PS schöpft. Damit beschleunigt das 5,27 Meter lange Auto aus dem Stand in 7,3 Sekunden auf Tempo 100. Der Verbrauch konnte gegenüber dem 50 PS schwächeren Vorgängermodell um 3,0 auf 13,5 Liter gesenkt werden, heißt es bei Audi. Für 2012 plant das Unternehmen eine weitere Motorvariante, die sich mit knapp elf Litern begnügen soll.

Security-Käufer werden mit umfangreichen Serviceangeboten und einem Spezialtraining für Fahrer und Besitzer unterstützt. Dann sind selbst auf zerschossenen Reifen noch bis zu 80 km/h drin. Mit heilen Pneus sind bis zu 210 km/h möglich.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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