Aufholjagd
Audi poliert den Vertrieb auf

Bei der selbst auferlegten Aufholjagd im Premiumsegment gegenüber den Platzhirschen BMW und Mercedes sieht Audi-Chef Rupert Stadler Produkte und Technik bereits auf dem Niveau der Rivalen. Nun will die Ingolstädter VW-Tochter auch Service und Werkstätten auf Premiumniveau bringen.

DÜSSELDORF. Produkte und Technik von Audi seien „schon top“, hatte Audi-Chef Rupert Stadler bereits zu Jahresbeginn gesagt. Für ihn geht es jetzt darum, die ausgemachten Defizite in Vertrieb und Service zu beheben. Nur wenn das gelingt, kann er sein Ziel, bis zum Jahr 2015 der erfolgreichste Premiumhersteller zu sein, überhaupt erreichen.

Das umzusetzen, ist der Job von Vertriebschef Ralph Weyler. Die Aufgabe nennt er schlicht „unsere Baustelle“, bei der man aber jeden Tag Fortschritte sehen könne. „Wir sind die Herausforderer und noch nicht so lange mit unseren Kernwettbewerbern in diesem Segment vertreten, entsprechend viel gibt es zu tun“, betont der Vertriebschef der Ingolstädter VW-Tochter im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Das sehen auch viele Händler so. Der Abstand zu BMW und Mercedes sei noch deutlich, vor allem was den Bekanntheitsgrad bei der meist besser betuchten Klientel angeht, heißt es in Händlerkreisen. „Den Kauf eines Autos für die Kunden effizient und angenehm zu gestalten, ist eine ewige Herausforderung“, sagt Weyler. Ein Verkäufer oder Serviceberater müsse nicht nur freundlich sein, sondern die gesamte Leistung mit den dahinter liegenden Werkstatt- und Verwaltungsprozessen müsse jeden Tag stimmen.

Weyler macht große Unterschiede in der eigenen Händlerschaft aus. Deshalb macht er Druck, um die Effizienz insgesamt zu steigern. „Natürlich haben wir hervorragende, durchschnittliche und auch weniger leistungsfähige Händler. Die Besten begleiten wir in die Zukunft, von denen können wir noch etwas lernen. Die Guten fragen wir: Seid Ihr wirklich bereit, an die Spitze zu kommen? Die Schlechten müssen sich von uns fragen lassen, ob sie in diesem anspruchsvollen Markt den Anschluss halten können.“

Viele Händler stöhnen über immer höhere Ansprüche und entsprechend großen Investitionsbedarf. Der benötigte Platz für die gewünschte markengerechte Präsentation eines Modells liegt im Schnitt bei 30 Quadratmetern. Keine Kleinigkeit angesichts der geplanten Ausweitung der Audi-Palette von derzeit 25 Modellen auf 40 bis zum Jahr 2015. Weltweit gibt es derzeit 2 700 Audi-Händler. 1 700 davon investieren rund sechs Mrd. Euro bis zum Jahr 2010. Pro Standort werden Weyler zufolge im Schnitt zwischen vier und acht Mill. Euro an Investitionen nötig sein.

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