Ausstattung, die sogar James Bond vor Neid erblassen ließe
Staatslimousinen kommen selten vom Band

Wenn Politiker auf Reisen sind, nutzen sie in den seltensten Fällen normale Verkehrsmittel. Denn für Kanzler, König & Co. liefert die Automobilindustrie rollende Regierungszimmer, die den Serienfahrzeugen nicht mehr sehr ähneln.

dpa/gms WASHINGTON/STUTTGART. Jüngstes Beispiel ist US-Präsident George Bush, dem Cadillac laut Sprecher Werner Röser aus der Deutschlandzentrale in Meerbusch zur Amtseinführung Anfang 2005 eine neue Staatslimousine liefere. Der DTS orientiert sich zwar am neuen Nachfolger des Cadillac De Ville, hat aber mit dem Serienmodell laut Röser nur noch den Namen gemein.

Unter anderem wurde die Limousine auf mehr als sechs Meter gestreckt. „Wichtige Regierungsgeschäfte erledigt der Präsident unterwegs an einem ausfahrbaren Schreibtisch samt kompletter Kommando- und Kommunikationszentrale“, sagt Röser. Zum Entspannen gebe es elektrisch verstellbare Lederpolster, die mit aufblasbaren Luftkissen automatisch der jeweiligen Sitzposition angepasst werden. Eine Highend-Audioanlage mit CD-Wechsler ergänze den Luxus an Bord.

Spekuliert wird darüber hinaus in amerikanischen Medien von einer Ausstattung, die sogar James Bond vor Neid erblassen ließe. So sind die Türen angeblich mit einer zwölf Zentimeter dicken Schicht aus Titan und Keramik bewehrt, die Reifen sollen auch dem Beschuss mit Maschinengewehren standhalten, und falls dem Fahrer etwas zustößt, soll sich der DTS sogar per Satellit fernsteuern lassen.

Auch zahlreiche andere Würdenträger lassen sich in Luxuslinern chauffieren. So fährt zum Beispiel die englische Königin nach Angaben von VW in Wolfsburg seit ihrem 50. Thronjubiläum einen eigens für sie aufgebauten Bentley. „Der Wagen basiert technisch auf dem Arnage, hat aber eine eigene, für die repräsentativen Zwecke umgestaltete Karosserie“, erklärt ein Sprecher der VW-Luxusmarke.

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